Donnerstag, 11. September 2014

Ätherische Öle & Sport

Ende letzten Jahres hat mein Körper mir deutlich zu verstehen gegeben, dass "es SO NICHT weitergehen kann!" Viele Monate kam ein Symptom nach dem anderen (Venenentzündung, Nierenbeckenentzündung, schwere Magenschleimhautentzündung usw.), bis schließlich im Mai noch die Diagnose Bandscheibenvorfälle HWS dazu kam. Spätestens jetzt war mir klar, dass ICH was tun muss. Kein Arzt, kein Heilpraktiker und auch Kollegen können mich "gesund und fit" machen, die Verantwortung liegt ganz alleine bei mir!

Dieses Bewusstsein hat bei mir wirklich von heute auf morgen so ziemlich alles auf den Kopf gestellt. Von einem Tag auf den anderen habe ich meine Ernährung umgestellt, tote Tiere gehören bei mir nicht mehr zum Speiseplan, auch auf Milch und Milchprodukte versuche ich weitesgehend zu verzichten (außer bei meinem Cappuccino, das schaff ich nicht). Nach Rücksprache mit meinen "ganzheitlich-denkenden" Hausarzt, habe ich mich anstatt für Reha-Sport für Yoga Einzelunterricht entschieden. Hier habe ich das große Glück einen tollen Yoga-Lehrer gefunden zu haben (klick hier).

Seit vier Wochen habe ich nun das Laufen für mich entdeckt und wechsele meine Lauftage mit Yogatagen ab - ich muss sagen, alles in allem betrachtet fühle ich mich so fit und vital, wie seit Jahren nicht mehr!


Da das Lauftraining bei einem Anti-Sportler wie mir, selbstverständlich sämtliche erschwerenden Symptome, wie Muskelkater, Verspannung und Müdigkeit mit sich bringt, habe ich mir begleitend ein Wohlfühl-Unterstützungs-Aroma-Programm erstellt!


Dazu habe ich ätherische Öle ausgewählt die entkrampfend, entspannend, schmerzlindernd und lymphflussfördernd wirken:

Cajeput (Melaleuca cajeputi)
schmerzlindernd bei rheumatischen, neuralgischen und muskulären Schmerzen

Majoran (Origanum majorana)
entkrampfend, schmerzlindernd, entspannend

Eukalyptus globulus und radiata (Eucalyptus globulus/radiata)
bei Muskelschmerzen, Neuralgien

Myrte (Myrtus communis)
bei rheumatischen Beschwerden, Gelenk- und Rückenschmerzen

Wintergreen (Gaultheria fragrantissima)
stark entzündungshemmend und schmerzlindernd
Achtung: hier ist auf eine genaue Dosierung zu achten, diese liegt bei max. 0,5 % in einer schmerzlindernden Mischung

Rosmarin cineol (Rosmarinus officinalis c.t. 1,8-Cineol)
durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, schmerzlindernd

Kiefernadel (Pinus silvestris)
schmerzstillend, entzündungshemmend, entkrampfend


Zeder (Zedrus atlantica)
lymphflussfördernd, entzündungswidrig, regenerierend


Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
lymphotonisch, entstauend, entspannend, phlebotonisch, hautpflegend


Cardamom (Elettaria cardamomum)
entkrampfend, entzündungshemmend

Cardamom Kapseln - Foto Sabrina Herber


Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
entspannend, entkrampfend, beruhigend, hautpflegend


Grapefruit (Citrus paradisi)
adstringierend, leicht aquaretisch, entkrampfend


Wacholderbeere (Juniperus communis)
stoffwechselanregend, entschackend, aquaretisch, durchblutungsanregend, entkrampfend, schmerzlindernd


Muskatellersalbei (Salvia sclarea)
entkrampfend, entspannend, phlebotonisch


Kamille römisch (Anthemis nobilis)
stark krampflösende, schmerzlindernd, entspannend


Kamille römisch - Foto Sabrina Herber


Sportöl "Let´s go"
50 ml Olivenöl oder Johanniskrautöl
5 Tropfen Cajeput
5 Tropfen Majoran
4 Tropfen Grapfruit
4 Tropfen Lavendel fein


diese Mischung trage ich vor dem Sport auf, sie fördert die Durchblutung, entkrampft die Muskulatur und beugt kleinsten Muskelrissen (später als Muskelkater zu fühlen) vor.


"After Work" Körperöl blumig-würzig
50 ml Johanniskrautöl oder Mandelöl
5 Tropfen Rosengeranie
3 Tropfen Grapefruit
2 Tropfen Blutorange
1 Tropfen Cardamom
4 Tropfen Rosmarin cineol (wer das Körperöl abends aufträgt sollte kein Rosmarin hineintun, da es doch belebend wirkt) alternativ zum Rosmarin für den Abend 2 Tropfen Muskatellersalbei

bei dieser Mischung habe ich bewusst den blumig-entspannenden und lymphflussfördernden Duft von Rosengeranie gewählt, da ich einen weniger medizinischen Duft nach dem Duschen bevorzuge.

"After Work" für Männer
50 ml Johanniskrautöl oder Mandelöl
5 Tropfen Rosmarin cineol alternativ für den Abend Cajeput
2 Tropfen Majoran
3 Tropfen Zeder
3 Tropfen Lavandin (Lavandula hybrida, muskelentspannend & tonisierend)
4 Tropfen Grapefruit


Entspannungsbadesalz "Relax" 1 x die Woche zur Entspannung und Seelenpflege
500 g grobes Meersalz
10 Tropfen Rosengeranie
5   Tropfen Kamille römisch
5   Tropfen Wacholderbeere
10 Tropfen Tonka- oder Vanilleextrakt
10 Tropfen Mandarine rot
5   Tropfen Majoran

5-6 Eßl./Vollbad
auch als Fußbad geeignet, 1 Eßl pro Fußbad

Fußbalsam "Standing ovation"
30 g Kokosöl
25 g Sheabutter
5 ml Calendulaöl (oder anderes Pflanzenöl nach Wahl)
5 Tropfen Lavendel fein
5 Tropfen Zitrone
3 Tropfen Linaloeholz
3 Tropfen Rosmarin cineol
4 Tropfen Palmarosa

Notfallöl bei Wadenkrämpfen
5 ml Basispflanzenöl z.B. Johanniskraut- oder Olivenöl
5 Tropfen Majoran
5 Tropfen Cajeput
wer zu Wadenkrämpfen neigt sollte diese Mischung immer in Reichweite haben

Der Majoran ist für mich das Magnesium der Aromatherapie, er wirkt stark krampflösend und muskelentspannend!

Sollte es dennoch mal zu Verletzungen, Zerrungen oder sonstigen Schmerzen kommen kann folgendes Schmerzbalsam zum Einsatz kommen:

"Emergency" Schmerzbalsam (schnelles Schüttelbalsam)
40 g Sheabutter (bei ca. 35°C im Wasserbad schmelzen)
10 ml Johanniskrautöl
15 Tropfen Cajeput
5 Tropfen Rosmarin cineol oder 5 Tropfen Wintergreen
5 Tropfen Tonkaextrakt
5 Tropfen Muskatellersalbei
1 Tropfen Nelkenknospe

alles zusammen in einem gut verschließbaren Glas verschütteln und abkühlen lassen

Dienstag, 29. Juli 2014

Lavendel - immer wieder einen Beitrag wert

Ich bin ja bekennender Lavendel Fan und daher bekommt er auch jedes Jahr auf´s Neue einen Artikel gewidmet. Es ist mir unmöglich an meinem Lavendel, der in meinem Garten an jeder Ecke zu finden ist, vorbei zu gehen ohne ihn mit den Händen zu streifen und den wundervollen Duft tief einzuatmen!

Vor vielen Jahren, als Teebaumöl seinen Siegeszug in deutschen Haushalten einhielt, wurde er als "Tausendsassa" bezeichnet - dies möchte ich ihm nun höchst offiziell absprechen - bestenfalls ist er ein "Hundertsassa". Wenn ein ätherisches Öl überhaupt diesen Namen "Tausendsassa" verdient hat, dann der LAVENDEL!!!

Wie bei vielen anderen Ölen gibt es auch den Lavendel in unterschiedlichen Varianten, welche man auch deutlich in ihrem Geruch, Aussehen und ihrer Wirkung unterscheiden muss.

Der Lavendel, den ich als "Tausendsassa" und Allrounder bezeichnen würde ist der Lavandula angustifolia/vera und wird unter dem deutschen Namen Lavendel fein, Lavendel extra, Wilder Berglavendel oder Berglavendel angeboten.

Der Lavendel zählt mit zu den besterforschtesten ätherischen Ölen, unzählige Studien findet man im Internet und nicht wenige von Prof. Buchbauer aus Wien. (klick hier)

Lavendel fein
Der offizielle oder „echte“ Lavendel führt uns in die höheren Lagen der Haute Provence. Dort wächst er ab 500 m. Auf diesen Feldern wachsen viele unterschiedliche Lavendelpflanzen. Lavendel fein enthält mehr als 100 Inhaltsstoffe. Dies ist einer der Gründe für die vielseitige Anwendung dieses Klassikers der Aromatherapie.

Lavendel extra (Berglavendel usw.)
Hierbei handelt es sich um den wilden Berglavendel aus der Haute Provence.
In den Bergen der Haute Provence, auf über 800 bis 1200 m Meereshöhe, wächst der wilde Berglavendel, ein feiner Lavendel von höchster Qualität mit wertvollen Inhaltsstoffen.  Er riecht kräftiger und schärfer als der Lavendel fein. Sammlergruppen ernten dort in mühevoller und harter Arbeit diese Wildsammlung, denn dort kann nicht maschinell gearbeitet werden wie unten in der Ebene.  Ihn nennt man auch „Heillavendel“.

Den Lavendel fein verwendet man in der Aromapflege für Einreibungen, Massagen, Bäder und in der Duftlampe.
Lavendelöl wird außerdem in der Pflege eingesetzt zur Dekubitusprophylaxe, für beruhigende Waschungen, Einreibungen, Fußbäder usw. 
Auch bei der Arbeit mit demenziell Erkrankten ist Lavendelöl eines der wichtigsten ätherischen Öle, wenn es z.B. in der Biographiearbeit, Unruhe, herausvorderndes Verhalten, Schlafstörungen uvm. 

Lavendel extra kann als wertvolleres, inhaltsstoffreicheres der Lavendelöle seinen Einsatz z.B. bei Verbrennungen, Hautwunden, Pilzerkrankungen, Verletzungen, Insektenstichen usw.  finden.

Diese beiden Lavendelarten sind zwei von wenigen ätherischen Ölen, welche man unter bestimmten Vorraussetzungen, auch mal pur auf der Haut verwenden darf.

Weitere Lavendelarten:

Lavendel Vielfalt
Lavandin (Lavandula angustifolia)
auch als "Putzlavendel" bekannt, ziert die Bilder und Postkarten tiefblauer Lavendelfelder aus der Provence.
Der Lavandin hat im Gegensatz zum Lavendel fein einen relativ hohen Anteil an Kampfer und wirkt dadurch eher anregend und wenn sich so mancher unwissende Lavendelöl Käufer wundert, dass er nicht einschlafen kann, sondern eher angeregt sich die Nacht um die Ohren schlägt, dann hat er unwissentlich Lavandin eingekauft. Lavandin wird häufig auf den Ölfläschchen auch als Lavendel deklariert und wenn die botanische Bezeichnung auf dem Etikett fehlt, weiss man eben nicht genau um welchen Lavendel es sich handelt! Er ist kontraindiziert bei Säuglingen und Menschen mit hohem Blutdruck.

Speiklavendel (Lavandula spica)
ein breitblättriger (latifolia) Lavendel, der ca. 28 % 1,8-Cineol enthält, weshalb man ihn z.B. auch bei Bronchitis und Schnupfen, sowie rheumatischen und athritischen Schmerzen einsetzt. Sein Kampfergehalt liegt bei ca. 16 %, daher durchblutungs- und auswurffördernd.
Speiklavendel ist anregend und belebend, fördert die Gehirntätigkeit und könnte daher in Mischungen zur Aktivierung demenziell Erkrankter eingesetzt werden. Da der Borneongehalt (Kampfergehalt) stark schwanken kann, sollte man als Laie bei der Anwendung bei Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern eher vorsichtig sein.

Schopflavendel (Lavandula stocheas)
auch Schmetterlingslavendel genannt. Dieser Lavendel hat einen sehr hohen Monoterpen-Ketongehalt von bis zu 70 % (zusammengesetzt aus ca. 25% Borneon und ca. 45% Fenchon). Neben seinen ausgezeichneten auswurffördernden, antibakteriellen, zellregenierenden und entzündungshemmenden Wirkung, besitzt er nicht unerhebliche Nebenwirkungen. Er kann neurotoxisch und Abortiv wirken und sollte deshalb nur von erfahrenen Aromafachleuten verwendet werden!

Schopflavendel

Eine kleine Auswahl Lavendelrezepturen:

After Sun Öl
100 ml Aloe Vera Mazerat oder Kokosöl
15 Tropfen Lavendel fein
3 Tropfen Karottensamenöl (Daucus carota)
2 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)

Antimykotische Mischung (Vaginalmykose)
100 ml Jojobaöl
6 Tropfen Lavendel extra
4 Tropfen Palmarosa (Cympobogon martinii)
4 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
4 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)
2 Tropfen Teebaum, ganz frisch (Melaleuca leucadendra)
5 Tropfen Rose türkisch 10%ig (Rosa damascena)
die Mischung in eine Weithalsflasche füllen, dreimal tägl. einen Tampon eintauchen und einführen. Das ganze mindestens eine Woche lang durchführen, danach die Dosierung für eine Woche auf 2 x tägl. reduzieren. 
Anwenderinngen berichten immer wieder von einer Besserung innerhalb von Stunden, sowie einem sehr gepflegten und duftenden Hautgefühl!
 
Roll on- "konzentriert geht´s wie geschmiert"
10 ml Jojobaöl oder Weizenkorn
3 Tropfen Lavandin
3 Tropfen Rosmarin cineol
3 Tropfen Grapefruit (Citrus paradisi)

Dekolte Spray - Lavendelfeld
30 ml Wodka
20 ml Lavendelhydrolat
3 Tropfen Lavendel fein
7 Tropfen Lavendel Kashmir (ein Lavendel fein aus Indien, wundervoll blumiger Duft (->klick hier)
5 Tropfen Ho-Blätter (Cinnamomum camphora)
5 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)
3 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
3 Tropfen Benzoe siam (Styrax benzoe)
4 Tropfen Bergamotte (Citrus bergamia)

Durch die Bergamotte kann die lichtempfindlichkeit der Haut erhöht werden!

Eins der beliebtesten Pflegemischungen in Altenheimen und Krankenhäuser ist die Mischung
Haut-Im-Takt
50 ml Olivenöl
15 Tropfen Lavendel fein

wirkt hautpflegend, beruhigend, juckreizstillend und kann als komplementäres Pflegeöl zur Unterstützung bei der Dekubitusprophylaxe eingesetzt werden.



Notfall-Mischung z.B. für die Reiseapothke (ähnliche Mischung wie bei Ruth v. Braunschweig)
1 Teil Lavendel extra
1 Teil Cistrose
1 Teil Manuka
1 Teil Immortelle


Zusammenfassend kann man sagen, der Lavendel ist schon eine kleine Hausapotheke und sollte daher dort auch nie fehlen!

Anwendungsbereiche:
  • Erkältungskrankheiten
  • Ohrenschmerzen (gut kombinierbar mit Cajeput und Zwiebelwickel)
  • Fieber (als Kompresse, auch mit Lavendelhydrolat)
  • Kopfschmerzen (z.b. mit Majoran oder Pfefferminze)
  • hohem Blutdruck (hier mit Ylang-Ylang und Narde)
  • Krampfadern oder Venenentzündung (als Quarkwickel z.b. mit Cajeput, Zypresse und Rosengeranie)
  • Bauchschmerzen (auch seelisch bedingt, dann z.B. mit Kamille römisch)
  • Akne (auch als Kompressen oder punktuell auch pur)
  • Verbrennungen oder Sonnenbrand
  • Narbenpflege (z.B. mit Weihrauch, Muskatellersalbei, Rosengeranie)
  • Stomapflege (siehe klick hier)
  • Gürtelrose (z.B. mit Melissenhydrolat, Rosengeranie u. Eukalyptus citriodora)
  • uvm.






Montag, 21. Juli 2014

Der Espresso der Aromatherapie

Die letzten Tage haben uns eine ungewöhnliche Hitze beschert. Auch mir bereiteten diese Temperaturen hin und wieder Schwierigkeiten mit meinem Kreislauf. Aber auch dafür bietet uns die Aromatherapie ein tolles ätherisches Öl an:

Rosmarin - der Espresso der ätherischen Öle


Es gibt drei verschiedene Chemotypen des Rosmarins, die sich auch in Ihrer Wirkung z.T. erheblich unterscheiden, deshalb sollte man auch immer genau auf dem Etikett erkennen um welchen Chemotyp es sich handelt:

Rosmarin cineol (Rosmarinus officinalis ct. Cineol)
wie der Name schon verät ist einer der Hauptinhaltsstoffe 1,8-Cineol (ca. 45%), Borneon=Kampfer enthält er nur ca. 9%.
Rosmarin cineol ist ein hervorragendes ätherisches Öl (für Erwachsene) um dem Kreislauf an heißen Sommartagen einen Kick zu geben.
Auch bei Menschen mit Hypotonie (niedrigem Blutdruck) und bei Erschöpfungszuständen z.B. bedingt durch Erkrankungen wird er in der Aromapflege/-therapie eingesetzt.
In einigen Studien wurde die Wirkung von Rosmarin cineol auch in Bezug auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns untersucht. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass 1,8-Cineol den Abbau des Neutrotransmitters Acetylcholin im Gehirn hemmt. Tatsächlich wurde hierbei eine Leistungssteigerung bei Probanden, welche Denkaufgaben lösen mussten, klar festgestellt!
Die Versuchspersonen rechneten umso besser, je mehr Cineol sich in ihrem Blut nachweisen ließ.



Rosmarin officinalis, ct. Borneon (spanischer Rosmarin)
dieser Rosmarin kann bis zu ca. 27% Kampfer (Borneon) enthalten und sollte deshalb nicht bei Schwangeren, Babys und Kleinkindern angewendet werden.
Er enthält ausserdem noch ca. 16% 1,8-Cineol.
Rosmarin borneon wird in der Aromapflege/-therapie bei Muskelschmerzen (Myalgien), rheumatischen Schmerzen, Bronchitis, Sinusitis und auch bei Hypotonie verwendet. Er besitzt eine ausgleichende Wirkung bei Anspannung und Erschöpfung.

Rosmarin officinalis - Bild Sabrina Herber


Rosmarin officinalis, ct. Verbenon 
er kann bis zu 6% Verbenon (Monoterpenketon) enthalten und sollte deshalb nicht während der Schwangerschaft und nicht für Kinder unter 6 Jahren eingesetzt werden.
Kampfer und 1,8-Cineol sind nur in geringen Mengen vorhanden. Dominierend sind hier die Monoterpne, vorallem alpha-Pinen.
Rosmarin verbenon findet vor allem zu Behandlung von Erkältungskrankheiten, wegen seiner schleimlösenden Wirkung Verwendung. Er besitzt zudem leberzellregenerierende Eigenschaften, wirkt regenerierend auf die Haut.
Auch bei Tachykardie (Herzrasen) kann dieser Rosmarin eingesetzt werden.
Leider ist dieser Rosmarin eher selten zu bekommen, wer ihn jedoch gerne hätte findet hier eine tolle Qualität -> Ronald Reike

Ganz besonders möchte ich hier "Werbung" für das Rosmarinhydrolat machen, es ist die milde Alternative zu dem ätherischen Öl, aber dennoch mit erstaunlicher Wirkung.

Es kann in einer kleinen Sprühflasche mitgenommen, für den nötigen Kick für Zwischendurch sorgen. Als Bodysplash auf Dekoltee und Gesicht gesprüht, wirkt es leicht anregend (evtl. auch Blutdruck steigernd), konzentrationsfördernd und belebend. Auch in der Pflege kann man dieses Hydrolat bei Patienten mit Hypotonie auf die Unterarme sprühen.

Als letzte Woche mein Kreislauf mich ziemlich unsicher auf den Beinen machte, habe ich mir einen Sprühstoss unter die Zunge "gegönnt" - wow, was soll ich sagen, nach ein paar Minuten merkte ich eine deutliche Besserung!

 

Rezepturen

Kick am frühen Morgen
2 Tropfen Rosmarin cineol in kühles (nicht eiskaltes) Wasser emulgieren, dann den Oberkörper damit abreiben.

Duschgel "Active"
100 ml neutrales Duschgel (z.B. von Urtekram)
6 Tropfen Rosmarin cineol
4 Tropfen Lavandin super
5 Tropfen Zitrone
5 Tropfen Zypresse

Bodylotion "Active"
245 ml No Perfum Bodylotion von Urtekram
8 Tropfen Rosmarin Cineol
6 Tropfen Zitrone
4 Tropfen Limette
4 Tropfen Zypresse
4 Tropfen Rosengeranie

Tipp für Pflegekräfte bei antriebslosen, müden Patienten/Bewohnern:
geben Sie einen Tropfen Rosmarin cineol auf den äußersten Zipfel eines Handtuches und trocknen Sie den Patienten/Bewohner nach der Grundpflege damit ab. Der Duft des Rosmarins belebt und erfrischt, ohne das das ätherische Öl auf die Haut kommt!

Alternative bei Kopfschmerzen und Migräne für Menschen die mit Pfefferminzöl keine Hilfe finden:
10 ml Wodka oder Weizenkorn in einen Roll on füllen
4 Tropfen Rosmarin verbenon
3 Tropfen Basilikum
3 Tropfen Majoran

Belebendes Fußbad mit Rosmarin
1 Tropfen Rosmarin cineol
1 Tropfen Pfefferminze
1 Tropfen Wacholderbeere
ins Wasser emulgieren

Belebendes Fußbalsam
30 g Sheabutter
20 g Kokosfett
4 Tropfen Rosmarin cineol
4 Tropfen Zitrone
2 Tropfen Grapefruit
2 Tropfen Pfefferminze

Aktivierende Duftmischung (für Menschen mit Demenz, zum konzentrierten Arbeiten und Lernen)
3 Tropfen Rosmarin cineol
1 Tropfen Lavandin super
2 Tropfen Grapefruit
2 Tropfen Blutorange



Hinweis: Bei Menschen mit Hypertonie (Bluthochdruck) sollte Rosmarin nur unter fachkundiger Aufsicht und nur in Maßen angewendet werden!

 




Dienstag, 24. Juni 2014

Johanniskraut - Hypericum perforatum

Heute ist Johannistag, auch Johanni genannt. Traditionell wurde das Johanniskraut zwischen dem 21. Juni (Sommersonnenwende) und dem 24. Juni (Johanni) geerntet.

Bild Sabrina Herber - Johanniskrautblüte
Das Johanniskraut-Mazerat ist ein wertvolles Basisöl für die Aromapflege/-therapie. Mit seinen wunderschönen leuchteten gelben Blüten kann man es gut in den Wiesen finden, eine Verwechslung ist kaum möglich, wenn man die Blüten zwischen den Fingern verreibt, hinterlassen sie eine violett-rote Verfärbung auf der Haut. Daher stammt auch der Volksname "Rotöl", denn das fertige Mazerat ist leicht rötlich verfärbt. Dies ist dem Inhaltsstoff Hypericin, einem roten Pigment mit photosensibilisierenden Eigenschaften, zuzuschreiben.

Hält man die Blätter gegen das Sonnenlicht, so sieht man viele kleine schwarze Pünktchen, es sieht aus als wäre das Blatt mit Nadeln durchstochen(perforiert). Im Volksmund nennt man es deshalb auch Tüpfelchen - Kraut. Der lateinische Name setzt sich also aus den roten Pigmenten und den Löchern in den Blättern zusammen - Hypericum perforatum.

Johanniskraut (Hypericum perforatum) steht um die Zeit der Sommersonnenwende (21. Juni), dem  Johannistag in vollster Blüte. An diesem Tag des Jahres, hat die Sonne ihren höchsten Stand erreicht, es ist der längste Tag und die kürzeste Nacht. Dieses Fest wurde seit Uhrzeiten gefeiert, als ein Fest des Lichtes. Zu diesem Anlass wurden Sonnwendfeuer entzündet und wer darüber sprang, konnte sich von Krankheit heilen und von dunklen Mächten befreien.

Johanniskraut wächst an sonnigen Wegrändern und auf Magerwiesen. Es wird ca. 80 - 100 cm hoch. Er ist extrem hart, weshalb die Bauern ihm den Namen Hartheu gaben, denn das Heu in dem Johanniskraut enthalten war, wurde dadurch härter.

Paracelsus hat vor mehr als 450 Jahren schon über die Heilwirkung des Johanniskrautes berichtet. Die Pflanze war für ihn eine Art Universalmittel. Er hat es damals schon gegen Depressionen, Melancholie und Hysterie eingesetzt.

Johanniskrautöl selbstgemacht:

Die Blüten werden am besten um die Mittagszeit gesammelt und sollten trocken sein. Man benötigt für einen Liter Öl, ca. 250 - 300g Johanniskrautblüten. Ich lasse sie gerne ausgebreitet auf einem Küchentuch noch 1-2 Stunden liegen, damit kleine Tierchen noch rechtzeitig die Flucht ergreifen können. Danach werden die  Blüten in ein helles Schraubglas gegeben und mit 1 Liter kaltgepresstem Olivenöl übergossen.

Foto Sabrina Herber

Alle Pflanzenteile müssen mit dem Öl bedeckt sein.
Etwa 4 Wochen ins Sonnen- bzw. Tageslicht stellen. Danach durch ein feines Sieb in eine dunkle Flasche abfüllen und dunkel aufbewahren. Bei kühler und dunkler Lagerung ist ein gutes Johanniskrautöl ca. 2 Jahre haltbar. Als Alternativen zum Olivenöl bieten sich beispielsweise Sesam-, Macadamia- (extrem hautpflegend) oder Sonnenblumenöl an.

Diese Mazerat wirkt besonders schmerzlindernd bei rheumatischen Beschwerden. Es besitzt muskelentspannende, wundheilende, entzündungshemmende, durchblutungsfördernde, antibakterielle und antivirale Eigenschaften. Außerdem ist es hautpflegend und hilfreich bei Hautproblemen und kann gut mit ätherischem Lavendöl (Lavandula angustifolia) zur Hautpflege bei Sonnenbrand eingesetzt werden.


Hierzu habe ich im letzten Jahr ein neues Mazerat-Experiment gemacht, ich habe 200g Johanniskrautblüten mit 100g Lavendelblüten und Olivenöl mazerieren lassen. Dieses Mazerat kann man genauso einsetzen wie das Johanniskrautmazerat, duftet aber ein wenig krautiger und für mich angenehmer.

Foto Sabrina Herber - Lavendel

Für Brusteinreibungsölen bei Atemwegserkrankungen benutze ich als Basisöl am liebsten Johanniskrautöl.

Brusteinreibung "Durchatmen"
50 ml Johanniskrautöl
3 Tropfen Benzoe Siam
3 Tropfen Lavendel fein
6 Tropfen Cajeput
3 Tropfen Zeder

Bei Muskulaturschmerzen, Muskelkater oder als Sportöl:

50 ml Johanniskrautöl
5 Tropfen Cajeput
3 Tropfen Lavendel fein
3 Tropfen Latschenkiefer
3 Tropfen Wacholder

Wussten Sie, dass es auch ein ätherisches Öl vom Johanniskraut gibt?

Die Hauptinhaltsstoffe sind:
Monoterpene, z.B. alpha und beta - pinen
Sesquiterpene (bis 45 %)
Sesquiterpenole
Oxide
und Kohlenwasserstoffe

Das ätherische Öl mische ich gerne in stimmungsaufhellende Körperöle.

Montag, 23. Juni 2014

Coole Tipps für heiße Tage

Erfrischende Tipps und Anregungen zum Sommeranfang:


Cool-Splash-Erfrischungsspray

30 ml Pfefferminzhydrolat
4 Tr. Pfefferminze (Mentha piperita)
5 Tr. Bergamotteminze (Mentha citrada)
3 Tr. Zitronenmyrte (Backhousia citriodora)


Die Mischung riecht sehr frisch, dennoch etwas zitronig und fühlt sich kühl auf der Haut an. Sie kann als Dekoltee- und Arm-/Beinspray benutzt werden.




Bergamotteminze (Mentha citrada)

 
Auch Hydrolate pur können als Erfrischung bei warmem Wetter gute Dienste leisten, gerne benutze ich sie dirket aus dem Kühlschrank:
-Pfefferminzhydrolat
-Orangenblütenhydrolat
-Lavendelhydrolat
-Rosenhydrolat


"heißgelaufene" und geschwollene Füße und Beine:

Peeling für strapazierte Barfuß-Füße

1 Eßl. Olivenöl
1 Teelöffel Zucker
1 Tropfen Weihrauch (Boswellia serrata)
1 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
1 Tropfen Zitrone (Citrus limon)

mit dieser Mischung die Füße einreiben und peelen, dann mit lauwarmem Wasser (ohne Seife) abwaschen.



Danach mit Kokosöl einreiben. Kokosöl besitzt einen leicht kühlenden Effekt und zieht blitzschnell ein.

Fußbadesalz bei geschwollenen Füßen

250 g Meersalz
5 Tropfen Wachholderbeere (Juniperus communis)
3 Tropfen Lemongrass (Cymbopogon citratus)
3 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)
4 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
2 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)

von dieser Mischung einen Eßlöffel pro Fußbad
Dieses Fußbad kann man morgens vorbereiten und tagsüber immermal wieder die Füße hineinstellen!




Beinöl bei häufig geschwollenen Beinen und zur Venenpflege

50 ml Aloe Vera Öl
2 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)
3 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)
2 Tropfen Myrte Anden (Myrtus communis)
3 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
4 Tropfen Bergamotte (Citrus bergamia) oder Grapefruit (Citrus paradisi)


Fußspray bei schweren, geschwollenen und müden Beinen

100 ml Pfefferminz- oder Lavendelhydrolat
2 Tropfen Pfefferminz (Mentha piperita)
3 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
2 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)
4 Tropfen Palmarosa (Cymbopogon martinii)
2 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium x graveolens)
2 Tropfen Wachholderbeere (Juniperus communis)


After Sun Öl (Sommer)
100 ml Aloe Vera Öl
15 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia) pflegt die sonnenverwöhnte Haut
4 Tropfen Karottensamenöl (Daucus carota) sehr hautpflegend
 
Kühlendes After-Sun-Öl

100 ml Aloe-Vera Öl (Mazerat)
12 Tropfen Lavendel fein
3 Tropfen Karottensamenöl
3 Tropfen Bergamotteminze
2 Tropfen Pfefferminze

Öl nach Sonnenbrand
Hier ist das erste Hilfe Öl der Lavendel extra (Lavandula angustifolia) denn er wächst wild in den Höhenlagen (ca. 1500 Meter) der Haute Provence und besitzt mehr als 180 unteschiedliche Inhaltsstoffe. Man nennt ihn auch "Heillavendel". Er wird in mühevoller Handarbeit geerntet.

Bei einem akuten Sonnenbrand kann man ihn pur auf die verbrannten Hautstellen auftragen, oder man gibt ein paar Tropfen in etwas Quark (zimmerwarm) und kann dann Quarkwickel auflegen.

Als Pflegeöl werden auf 50 ml Aloe Vera Öl, 25 Tropfen Lavendel extra gegeben.


Kokos-Sonnenbrand-Notfallmischung

50 g Kokosfett
15 Tropfen Lavendel extra (Lavandula angustifolia)
3 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)

Folgende fetten Öle haben einen eigenen Lichtschutzfaktor:

Haselnussöl => Lichtschutzfaktor 4
Jojobaöl => Lichtschutzfaktor 4
Macadamianussöl => Lichtschutzfaktor 4 

Cool Apple (Erfrischungsgetränk)

1 Liter Apfelsaft (ohne Zucker, am besten naturtrüb)
1/2 Liter Mineralwasser
4 Eßl. Pfefferminzhydrolat

Mittwoch, 4. Juni 2014

Ätherische Öle bei Schmerzen

Die International Association for the Study of Pain (Internationale Schmerzgesellschaft) liefert folgende Definition:
"... ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potenzieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird".

Typische Formen des Schmerzes:

Akuter Schmerz: signalisiert dem Körper, dass es eine akute Gefahr gibt z.b. bei Verletzungen, Zahnschmerzen usw.

Chronischer Schmerz: hier unterscheidet man klar zum akuten Schmerz, denn der chronische Schmerz dauert über einen Zeitraum von mehreren Monaten an und verliert seine Alarmfunktion, dies kann bis zu einer eigenständigen Krankheit führen, der sogenannten Schmerzkrankheit. Hier hat sich eine Art Schmerzgedächtnis entwickelt.

Neuropatische Schmerzen (Nervenschmerzen): enstehen wenn Nervengebewebe z.B. durch Erkrankungen wie Diabetis mellitus, Schaden nimmt. Ein typisches Beispiel dafür sind Phantomschmerzen oder aber auch die Schmerzen nach einer Gürtelrose, die oft noch Wochen und Monate anhalten.

Schmerzen werden von Menschen unterschiedlich stark empfunden, dies hängt mit vielen Faktoren wie z.b. kulturellen Prägungen, Erziehung, seelischer Stabilität uvm. zusammen. Daher ist das Schmerzempfinden die sog. Nozizeption immer individuell ausgeprägt. Über körpereigene Botenstoffe, z.B. Endorphinen, ist der Körper in bestimmten Situationen in der Lage, das Schmerzempfinden zu dämpfen. Auch einige Schmerzmittel setzen an dieser Stelle an.

Wirkung ätherischer Öle bei Schmerzen

Hierbei geht es nicht ausschließlich um die körperliche Wirkung, sondern auch die seelische Wirkung, welche die ätherischen Öle beeinflussen können. Der Schmerz ist eine emotionale Empfindung und wird durch unterschiedliche Neurotransmitter beeinflusst:

Endorphine, sind körpereigene "Schmerzmittel" und können für die körpereigene Schmerzstillung verantwortlich sein. Bei der Geburt eines Kindes, werden bei der Mutter eine große Menge an Endorphinen ausgeschüttet, dies ist ein Trick der Natur, damit die Mutter "vergisst" wie schmerzhaft die Geburt war - denn sonst würde sie keine Kinder mehr zur Welt bringen ;-)

Encephaline, wirken stimmungsaufhellend vor allem bei Stimmungsschwankungen und Melancholie.

Serotonin ist z.b. verwantwortlich für den Schlaf-Wach-Rhythmus, wirkt zudem beruhigend und angstlösend und dämpft die Übertragung der Schmerzbahnen zum Gehirn.

Weitere Botenstoffe, die durch ätherische Öle beeinflusst werden können sind: Noradrenalin und Prostaglandine.

Prostaglandine spielen eine große und entscheidende Rolle bei Entzündungsprozessen, der lokalen Schmerzvermittlung. Sie  können mit Hilfe von Hanföl, Leinöl, Nachtkerzenöl und Borretschsamenöl die Schmerzauslöser an den Nozizeptoren verdrängen.

Als Beispiel möchte ich folgende ätherische Öle nennen, welche alle sedierend, anxiolytisch sowie beruhigend, spasmolytisch und somit auch analgetisch wirken:

Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
spasmolytisch, analgetisch, kühlend

Lavendel fein
(Lavandula angustifolia)
sedierend, spasmolytisch

Narde
(Nardostachys jatamansi)
sedierend, anxiolytisch

Orange oder Blutorange
(Citrus sinensis ssp. dulcis)
anxiolytisch, spasmolytisch

Rose
(Rosa damascena)
kühlend, sedierend, antiinflammatorisch

Tonkaextrakt
(Dipteryx odorata)
beruhigend und einhüllend

Ylang-Ylang komplett
(Cananga odorata)
stark analgetisch

Zedernholz
(Cedrus atlantica)
sedierend, spasmolytisch, stärkend

Körperöl "Loslassen"
50 ml  Johanniskrautöl
6 Tropfen Tonkaextrakt
4 Tropfen Orange
4 Tropfen Lavendel fein
2 Tropfen Narde

Rosengeranie

Auf der körperlichen Ebene der Schmerzreduzierung spielen ätherische Öle selbstverständlich auch ein Rolle. Da sie lipophil (fettlöslich) sind, können sie die Haut sehr gut penetireren.
Daher werden in der Behandlung von Schmerzen hyperämisierende (durchblutungsfördernde) ätherische Öle häufig als Antirheumatika und Antiphlogistika genutzt, wie z.B. bei:

  • rheumatischen Erkrankungen der Gelenke und Muskeln
  • Ischiasbeschwerden
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Nacken-Schulter-Schmerzen
  • Neuralgien usw.
Beispielsweise können hier folgende Öle zum Einsatz kommen:

Cajeput (Melaleuca cajeputi)
schmerzlindernd bei rheumatischen, neuralgischen und muskulären Schmerzen

Majoran (Origanum majorana)
entkrampfend, schmerzlindernd

Eukalyptus globulus und radiata (Eucalyptus globulus/radiata)
bei Muskelschmerzen, Neuralgien

Myrte (Myrtus communis)
bei rheumatischen Beschwerden, Gelenk- und Rückenschmerzen

Wintergreen (Gaultheria fragrantissima)
stark entzündungshemmend und schmerzlindernd
Achtung: hier ist auf eine genaue Dosierung zu achten, diese liegt bei max. 0,5 % in einer schmerzlindernden Mischung

Rosmarin cineol (Rosmarinus officinalis c.t. 1,8-Cineol)
durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, schmerzlindernd

Kiefernadel (Pinus silvestris)
schmerzstillend, entzündungshemmend, entkrampfend

Körperöl als alternative zu den herkömmlichen Schmerzsalben:
50 ml Johanniskrautöl
5 Tropfen Wintergreen
5 Tropfen Majoran
10 Tropfen Cajeput
5 Tropfen Kiefernadel
5 Tropfen Lavendel fein


Es gibt noch eine ganze Reihe weitere ätherischer Öle die bei der unterstützenden Behandlung von Schmerzen zum Einsatz kommen können. Aber auch hier wie bei vielen anderen Anwendungen sollte eine Pflegekraft im Umgang mit den ätherischen Ölen geschult bzw. ausgebildet sein.

Seminarhinweis: Ätherische Öle bei Angst & Schmerzen am 14. November 2014
Anmeldung unter: info@vivere-aromapflege.de

Montag, 19. Mai 2014

Nasenzauber und Seelenschmeichler


Ich freue mich sehr, Gabriele Sievers für den Herbst als Gastreferent bei ViVere-Aromapflege begrüßen zu dürfen. Zum erstenmal dürfen sich die Seminarteilnehmer auf das Thema Aromapflege bei Hunden freuen:

 


 

Aromapflege für Hunde

am 02. Oktober 2014

Referentin: Gabriele Sievers

www.duftgefaehrten.wordpress.com

 

 

 

Der Umgang mit unseren Haustieren und unser Blick auf die Natur haben sich in den letzten Jahren gewandelt. Nicht nur für uns suchen wir nach natürlichen Möglichkeiten, Wohlbefinden und Gesundheit zu erhalten.
Hunde stehen uns nah, teilen mit uns Liebe und Zuneigung, empfinden Freude und Schmerz und leiden unter Stress und Angst.
Wir können die seelische und körperliche Gesundheit unserer Tiere durch die Anwendung ätherischer Öle über die Nase oder die Haut untersützen.
Inhalation, Einreibungen, Auflagen, Massagen und Kompressen sind ebenso möglich wie Hautpflege mit Shampoo oder Fellspray.
Gabriele Sievers möchte Ihnen etwas von der Faszination des Einlassens auf die Natur- ob Pflanze oder Hund – weitergeben und sie entführen.

Seminarpreis: 120,-- €

Seminarinhalte:


·      Streifzug durch die Anatomie
·      Fell- und Hautbesonderheiten
·      Portraits der wichtigsten äth. Öle, Hydrolate und Pflanzenölen
·      Vorsichtsmaßnahmen
·      Massagen, Einreibungen, Inhalation, Kompressen u. Auflagen
·      Haut- und Fellpflege
·      Aromatische Haustier-Apotheke
·      Second-Chance-Hunde und ihre besondere Problematik


Anmeldung ab sofort unter info@vivere-aromapflege.de

Ausserdem freue ich mich, mitteilen zu dürfen, dass wir wieder die Qualifikation zur Gesundheitspraktikerin ab dem Herbst anbieten können. Diesmal mit einer tollen Referentin, Christine Lamontain. Einige durften Christine beim 1. Fachkongress für Aromapflege und Prävention schon erleben.


Diese Zusatzqualifizierung gliedert sich in zwei Teile wir beginnen am 10.-11. Oktober 2014, der zweite Teil wird dann im Frühjahr 2015 stattfinden.

Inhalte dieser Seminare sind folgende:

  • Aromaselbstpflege für Pflegende
  • gesundheitspraktische Kommunikation
  • Lebensqualität in jeder Lebensphase und Genussfähigkeit über das Riechen erfahren
  • Stärkung und Unterstützung der eigenen Gesundheitskompetenz und Vermittlung dieser an den Patienten
  • Selbstwahrnehmung wecken, stärken und entwickeln


 Anmeldung ab sofort unter: info@vivere-aromapflege.de

Montag, 12. Mai 2014

Praktische Einsatzmöglichkeiten der Aromapflege bei demenziell Erkrankten und alternder Menschen

Liebe Blogleserinnen und -leser,

einen kleinen Auszug aus meinem Vortrag auf dem 1. Fachkongress für komplementäre Aromapflege und Prävention im Gesunheitswesen möchte ich hier vorstellen:

Bild: Sabrina Herber

Praktische Einsatzmöglichkeiten der Aromapflege bei demenziell Erkrankten und alternder Menschen


Von unseren fünf Sinnen ist der Geruchssinn sicher derjenige, den den besten Eindruck der Unsterblichkeit vermittelt.

(Salvatore Dali)



Aromapflege

Teil des Pflegekonzeptes bei alten und demenziell Erkrankten Menschen
Alte Menschen leiden oft unter vielen unterschiedlichen Erkrankungen oder auch Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität), bekommen viele unterschiedliche Medikamente (Polymedikation) und sind durch vorhandene funktionelle Einschränkungen belastet. Gerade dadurch treten nicht-medikamentöse Therapien bei Demenz Erkrankten immer öfter in den Vordergrund. Die Wirkung der Aromatherapie konnte in einigen Studien belegt werden z.B.:

|  Mit dem Einreiben von verdünntem Melissenöl konnte in einer placebokontrollierten Studie an 72 Menschen mit schwerer Demenz gezeigt werden, dass bei 60% der Patienten nach vier Wochen dieser Anwendung auf Gesicht und Arme eine 30%ige Verbesserung der Unruhezustände zu verzeichnen war.       
[Ballard, C.G.; O'Brien, J.T.; Reichelt, K., Perry, E.K.: Aromatherapy as a safe and effective treatment for the management of agitation in severe dementia: the results of a double-blind, placebo-controlled trial with Melissa. in J Clin Psychiatry. 63/7, Juli 2002].

| Bei Senioren, mit Schlafmedikation wurde der Schlaf untersucht. Danach beobachtete man, wie sie ohne die  Medikamente schliefen->schlecht, anschließend inhalierten sie mit Lavendelöl. Der Schlaf war wieder genau so gut wie mit den Schlafmedikamenten.
[Hardy M, Kirk-Smith M, Strech D: Replacement of drug treatment for insomnia by ambient odour. Lancet 346:701· 1995]

Zu häufig verabreichten Medikamenten bei alten Menschen zählen Benzoediazepine, diese werden eingesetzt als Antidepressiva, Neuroleptika und bei der Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen. Sie haben jedoch erhebliche Nebenwirkungen, z.B. unterdrücken sie die Tiefschlafphase, was wiederum verhindert, dass der Schlaf als erholsam  empfunden wird. Daraus resultiert, das der Patient sich müde fühlt, traurig (depressive Verstimmungen) ist, Schwindelgefühle können auftreten, diese wiederum begünstigen das Sturzrisiko .........

Gerade bei Schlafstörungen bietet uns die Aromatherapie so viele komplementäre Möglichkeiten der Unterstützung. In einem von mir betreuten Pflegeheim in Andernach berichteten mir die Pflegekräfte bei der letzten Schulung, von tollen Erfolgen mit Lavendel-Waschungen, Einreibungen und warmen Handwickeln. Bei einer Bewohnerin wurde die Schlafmedikation vom Hausarzt sogar abgesetzt. Die Bewohnerin nimmt wieder am Leben teil, fühlt sich ausgeschlafen und ausgeglichen.

Lavandula angustifolia zählt zu den besterforschsten ätherischen Ölen.
Ätherische Öle, welche Ester, Linalool (Monoterpenalkohol) oder Sesquiterpenverbindungen enthalten wirken ent-spannend, beruhigend und schlaffördernd (uvm.). Sie können als Badezusatz, Einreibung oder Inhalation angewendet werden und das (bei richtiger Dosierung) ganz ohne Nebenwirkungen!





Pflegeöl bei Schlafstörungen:
50 ml Johanniskrautöl
5 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
4 Tropfen Melisse (Melissa officinalis)
3 Tropfen Narde (Nardostachys jatamansi)
2 Tropfen Majoran (Origanum majorana)
3 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)



Bei immer mehr demenziell erkrankten Menschen in Deutschland werden in den Alten- und Pflegeheimen immer mehr Angebote geschaffen, um den Menschen ihre Würde und ihre Selbständigkeit so lange als möglich zu erhalten und zu verbessern.

Mit den ätherischen Ölen haben Pflegekräfte eine wundervolle Möglichkeit die Erkrankten auf "sinnliche" Weise vielfältig zu "berühren".
Das Leben der Bewohner besteht nicht nur aus ihrer Akte und Pflegeplanung, aus Daten und Fakten, die Vergangenheit wird oftmals erst wieder lebendig durch die verschiedensten Sinneseindrücke.

Zu einem der wichtigsten Sinneseindrücke gehört das Riechen, denn in unserem "Riechhirn" dem limbischen System, werden alle "Geruchserinnerungen" gespeichert. So kommt es auch, dass wir z.B. beim Geruch von Zimt, Mandarine, Vanille & Co. unweigerlich an die Weihnachtszeit erinnert werden. Viele Kindheitserinnerungen werden geweckt und ein wohliges Gefühl ausgelöst.
Umgekehrt kann es sein, dass der Duft von Lavendel uns an die Seife der ungeliebten Tante erinnert, die bei jedem Besuch ein Küsschen wollte.......

Biographiearbeit in Verbindung mit ätherischen Ölen - duftende Erinnerungen

... Nichts ist drinnen, nichts ist draußen: Denn was innen, das ist außen. So ergreifet ohne Säumnis Heilig öffentlich Geheimnis... (J.W. Goethe)

Naturreine ätherische Öle wirken auch, wenn sie nicht bewusst wahrgenommen werden: Prof. Hildebert Wagner (Direktor des Instituts für pharmazeutische Biologie an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität) wies in Versuchen mit gesunden Personen und Probanden ohne
Geruchssinn (Anosmie) nach, dass z.B.  durch Einatmen von Rosmarinöl bei beiden Gruppierungen die Durchblutung des Gehirns gesteigert wurde.

Im Rahmen der Aromapflege bei demenziell Erkrankten ist eine „gute“ Biographie Arbeit durchaus sinnvoll – hierbei kann herausgefunden werden, welche Gerüche der Patient besonders gerne gerochen, bzw. welche er abgelehnt hat. Diese Kenntnisse können im Rahmen der Pflegeplanung mit einbezogen werden. Dadurch kann auch die Stimmung des Patienten positiv beeinflusst werden.


Was denn nun?
Aromapflege
ist die Anwendung ätherischer Öle u. daraus hergestellter Aromapflegeproduktenauf
intakter Haut
Umfasst die Grund- und Behandlungspflege
Aromatherapie
Ist Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten
Darf von Pflegekräften nur mit Anordnung des Arztes durch- bzw. ausgeführt werden
Behandlung z.B. von Wunden, Ulcera, MRSA usw.

Voraussetzungen
  • Geschultes Personal
  • Kenntnisse über die ätherischen Öle deren Anwendung und Wirkungen
  • Standards und/oder Konzepte
  • Regelmäßige Evalution
  • Austausch im Team

....dann
  • können ätherische Öle verantwortungs- und sinnvoll angewendet werden
  • sind Nebenwirkungen bei physiologischen Dosierung keine zu befürchten
  • Kann mit wenig viel erreichet werden – minimale Menge, maximale Wirkung
  • nicht nur Bewohner/Patienten profitieren von der Anwendung ätherischer Öle – auch
  • Pflegende berichten immer wieder von einem anderen Zugang zu den Bewohnern und
  • Patienten


Einsatzmöglichkeiten
  • Statt der „herkömmlichen“ Bodylotion, werden individuelle auf den Bew./Pat. abgestimmte Körperöle verwendet
  • Individuelle Raumbeduftung je nach Tages- und Jahreszeit
  • Hand- statt Fußbäder – einfach und dennoch effektiv
  • Viele Einsatzmöglichkeiten auch im Betreuungsalltag (ohne Pflege-Hintergrund)
  • Handwickel
  • Ölauflagen
  • Duftflecken
  • Dufte Kleiderbeutel


Anwendungsmöglichkeiten bei:
  • Ängsten
  • Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Herausforderndes Verhalten
  • zur Steigerung des Wohlbefindens
  • als Duftanker -> in Verbindung z.B. mit Basaler Stimulation
  • in der Sterbebegleitung

Handbäder
die „einfache“ alternative zu aufwendigen Fußbädern
Durchführung: einfach  
Zeitaufwand: mäßig 
aktivierend: Rosmarin cineol, Lavandin, Pfefferminze, Wacholderbeere
beruhigend: Lavendel fein, Rose, Rosengeranie, Kamille römisch, Palmarosa, Neroli 10 %,
Melisse 10 %
erwärmend: Ingwer, Benzoe, Tonkaextrakt, Vanilleextrakt
stärkend: Zeder, Narde Vetiver, Patchouli, Angelikawurzel

Anwendung
1- 2 Tropfen ätherisches Öl oder ätherische Ölmischung in eine Waschschüssel mit Wasser (je nach Pflegeziel) emulgieren.
Tipp: Zur Visualisierung kann ein Bild der Pflanze, welche als ätherisches Öl bei der Waschung verwendet wird, dazu gestellt werden.

Kompressen
  • zur Schlafförderung mit Lavendel fein, Melisse 10 %, Rose, Petit Grain
  • bei Ängsten und Unruhe mit Melisse 10 %, Lavendel fein, Kamille römisch, Neroli 10 %
  •  
Rezeptur für eine Ölkompresse bei Unruhe
1 Eßl. Pflanzenöl (z.B. Johanniskrautöl)
2 gtt. Melisse 10 % (Melissa officinalis)
1 gtt. Neroli 10 % (Citrus aurantium ssp aurantium)



Wettbewerbsbeitrag im Rahmen der Fachkampagne
„Berufsfeld: Moderne Altenpflege“ des BMFSFJ
Erstellt von den Auszubildenden des Kurses 34 im AQZ St. Wendel im Rahmen des von mir erteilten Unterrichts
„Mit nur ein paar Tropfen zur modernen Altenpflege“
  • Schüler des 3. Ausbildungsjahres
  • ca. 25 Ustd. Aromapflege
  • Konzept-, Standard- und Rezepturerarbeitung im Unterricht
  • Erlernen einer Hand-Arm-Massage

Umsetzung
  • Praktische Umsetzung in Gruppen in Kooperation mit einem Pflegeheim
  • 2 Schüler pro Bewohner
  • 2-3 mal pro Woche/Hand-Arm-Massage
  • Schwer demenziell Erkrankte
 

Verwendete Mischung
Lavendel fein (Lavandula angustifolia / vera) 2°
Rosenholz (Aniba rosaeodora) 3°
Tonka extrakt (Dipteryx odorata) 2° Ölmischung / Rezeptur
Mandarine rot (Citrus reticulata) 2°
50  ml Basisöl (z. B. Olivenöl, Aprikosenkernöl)


Fazit
  • Alle Schüler erlebten diese Zeit als sehr positives Miteinander
  • Alle betreuten Bewohner zeigten deutliche Entspannungszeichen
  • Eine Bewohnerin (ohne Artikulation) beantwortete die Frage: „Frau G. gefällt Ihnen die
          Massage?“ mit einem deutlichen „JA“ 
 
Die Schüler waren sich einig, dass man mit wenig Aufwand unglaublich viel erreichen könnte!



Fallbeispiel 1

Juli 2012
Mitarbeiterin tropft ausversehen Weihnachtsduft in die Duftlampe
Ein demenziell erkrankter Bewohner stimmt „Oh du fröhliche“ an und alle singen mit
Fazit: ätherische Öle wecken Erinnerungen
Riechen.....
  • weckt Erinnerungen
  • setzt Emotionen frei
  • Botenstoffe werden ausgeschüttet
-> körperliche und geistige Wirkung


Welche Bedeutung hat die Aromapflege bei der Pflege demenziell erkrankter Bewohner/Patienten
Auf der psychischen Ebene
  • Die Aromapflege erreicht die Sinne, weckt Erinnerungen und Emotionen
      Aromapflege stärkt das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen des Bewohners/Patienten
  • Die Zuwendungen im Rahmen der Aromapflege schaffen besondere zwischenmenschliche  Beziehungen

Welche Bedeutung hat die Aromapflege für Pflegende
  • Aufbau einer persönlichen Ebene zum Patienten/Bewohner
  • Individuelle Pflege (mit der nötigen Sachkenntnis) möglich
  • Alternative/komplementäre Pflegemethoden durch geringen Mehraufwand
  • „es riecht“ besser im Berufsalltag
Fazit: Das berufliche Selbstverständnis, das eigene Selbstwertgefühl, sowie die Arbeitszufriedenheit werden neu definiert.