Montag, 3. März 2014

...und wieder eine Facharbeit - Stomapflege

Am vergangenen Freitag konnte ich Susanne Seitel (Gesundheits-u. Krankenpflegerin in Offenbach) zu ihrer bestandenen Prüfung zur ViVere-Aromapflegerin gratulieren.

Susanne Seitel, ich und das "Stomamodell"

Auch Susanne hat mir erlaubt Auszüge aus Ihrer Facharbeit hier zu veröffentlichen. Das Projekt ihrer Facharbeit stand unter dem Titel "aromatische Stomapflege"

Seit August 2013 wurde Ihre Stelle als Gesundheits- u. Krankenpflegerin gesplittet und sie bekam
15 %  Aromapflegezeit. Das bedeutet, dass Sie z.B. Mittwochs den ganzen Tag in der Klinik zur Aromapflegevisite unterwegs ist, sie beantwortet die Fragen ihrer Kollegen, berät Patienten und arbeitet mit der Stomapflegefachkraft zusammen.

Zitat:
" Es hat sich bis jetzt schon gezeigt, dass durch meine regelmäßigen Besuche auf den Stationen die Aromapflege einen anderen Stellenwert bekommen hat. Es kommen viele Fragen und Ideen der Kollegen bei interessanten Gesprächen – auch oft Fragen zu privaten Anwendungsmöglichkeiten. Auch diese beantworte ich sehr gerne, denn sie sind oft der „Schlüssel“, sich ebenfalls im Pflegealltag auf den Einsatz Ätherischer Öle einzulassen. Außerdem gilt  für mich ganzheitliche Pflege sowohl in Bezug auf den Patienten als auch auf die betreuende Pflegekraft. Wenn wir beider Wohl im Blick haben, kann der Krankenhausalltag auch in stressigen Zeiten gut gelingen. 
                                                                                                                                                                 
-->Die vielen positiven Rückmeldungen und Erfolge unserer Patienten sind für uns pure Motivation. Mittlerweile entwickeln meine Kollegen selbst immer mehr Ideen, welche Anwendungen sie sich wünschen. Stellenweise muss ich deshalb bremsen, damit wir uns nicht selbst überfordern sondern auf der „sicheren“ Seite bleiben.                                                                                                                                     
Weil Patienten und Kollegen immer häufiger anfragen, wo sie die tollen Öle herbekommen, durfte ich in Rücksprache mit der Geschäftsleitung nun ein kleines Lädchen im Krankenhaus einrichten, wo ich einmal pro Woche bzw. nach  Vereinbarung  „Ätherische Öle & mehr“  verkaufe. Damit alles in gesetzlichen Bahnen läuft, habe ich hierfür ein Nebengewerbe angemeldet. Vielleicht in diesem Zusammenhang eine kleine Fußnote: Ich bin völlig begeistert, wie viele Menschen positiv auf die kleinen Schätze der Natur reagieren. Auch im Rahmen der Geschäftsgründung und der Recherche für diese Facharbeit bin ich auf sehr viele liebe Menschen gestoßen, die mir mit viel Empathie weitergeholfen haben. Ganz herzlichen Dank!"

ihre ZUKUNFT sieht sie so:

Als nächste Herausforderung steht ein Konzept für die Geburtshilfe an, da gerade junge Mütter sehr sensibel sind, wie sie ihre Babys natürlich versorgen können. Nicht zu unterschätzen auf dem hartumkämpften Krankenhaussektor ist gerade auch im Bereich der Geburtshilfe der Werbefaktor „Aromapflege für Mutter und Kind“ nach außen. Dazu gehören u.a. auch Infoveranstaltungen im Rahmen der Elternschule.
-->
Selbst im Bereich der Radiologie gibt es erste Anfragen, ob bei großen und z.T. schmerzhaften Untersuchungen wie CT`s und Biopsien mit  ätherischen Öle in der Raumbeduftung gearbeitet werden kann. Das Anliegen der dortigen Mitarbeiter ist es, die Patienten in ihrer psychischen Belastung so gut wie möglich aufzufangen.

Der Bereich der Onkologie bietet ebenfalls sehr gute Anknüpfungspunkte. Als christliches Haus mit Schwerpunktzentren für Brustkrebs und Darmkrebs sehen wir den Patienten ganzheitlich und versuchen ihn entsprechend zu begleiten."

STOMAPFLEGE mit ätherischen Ölen und Aromapflegeprodukten:
  
Das  Krankenhaus  ist sowohl als Brustkrebszentrum als auch Darmkrebszentrum zertifiziert. Auf diesem Hintergrund habe ich lange überlegt, welches Thema nicht nur passend für meine Facharbeit sein könnte, sondern vielmehr auch einen sinnvollen praktischen Nutzen für „meine“ tägliche Arbeit im Krankenhaus haben könnte. Als Sabrina Herber in einem Seminar eine Mischung zur Stomapflege ansprach, war mir klar: das ist DEIN Thema! Patienten, die Stomaträger sind, leiden oft vielfältig: nicht zwingend aber sehr häufig handelt es sich hier um Carzinom-Patienten.  Allein schon die Angst, wie es weitergehen wird und wie groß ihre Chance auf Heilung sein wird, belasten diese Patienten enorm. Auch das Stoma als solches ist oft erst einmal eine große psychische Belastung: Der Anus ist plötzlich am Bauch, der Stuhlganggeruch schnell an der Nase und immer die Angst, dass der Beutel auch wirklich hält. Außerdem kommt es häufig zu Komplikationen rund um das Stoma: die Haut mazeriert, ist schmerzhaft und die Versorgung haftet nicht mehr.
Alle diese Aspekte sind für mich Motivation, Stomapatienten zu unterstützen und mich mit der aromapflegerischen Stomaversorgung zu befassen! Dahinter steckt auch das große Ziel, den Patienten dabei zu unterstützen das Stoma als etwas Positives anzunehmen – oft tatsächlich auch als „Lebensretter“. Betrachten wir später die einzelnen ätherischen Öle und ihre jeweilige Wirkung auf die Psyche genauer, so finden sich auch in diesem Bereich gute Ansatzpunkte.


Vorbereitung der Mini-Studie „Stomaspray“

Um die Idee umsetzten zu können, hatte ich zunächst einen Termin mit der Pflegedienstleiterin Fr. Heckenthaler. Im Gespräch konnten wir klären, was ich mir vorgenommen habe bzw. wie unsere Stomapatienten aktuell versorgt werden.
Nach ihrer Zustimmung konnte ich nun weitere Kontakte aufnehmen, um meine „Mini-Studie“ in Angriff zu nehmen.  Zunächst wurde unser chirurgischer Chefarzt   Hr. Prof. Paolucci von mir mündlich und schriftlich informiert und um sein Einverständnis gebeten. Seine Vorgaben erfüllte ich sehr gerne: eine gute Zusammenarbeit mit dem bisher betreuenden Pflegeteam sowie weitere Informationen an ihn zu den Ergebnissen.

Die meisten Stomapatienten werden bei uns auf Station A2 postoperativ versorgt. Leider überschnitt sich der Beginn meiner Mini-Studie mit dem Beginn des Mutterschutzes der dortigen Stomapflegekraft, sodass wir gemeinsam nur noch die nötige Dokumentation entwickeln und Rahmenbedingungen abstecken konnten. 

Allerdings findet die geplante Versorgung unserer Patienten durch die Stomatherapeuten des Sanitätshauses Schneider & Piecha (Offenbach) statt: d.h. von Montag bis Freitag kommt jeweils eine Kollegin zu uns auf Station, zeichnet vor OP das geplante Stoma an und kümmert sich zweimal wöchentlich um den Plattenwechsel bzw. auch Anleitung des Patienten. Die Pflegekräfte des Ketteler Krankenhauses übernehmen den Wechsel der Stomaversorgung bei akutem Bedarf und am Wochenende.

Ein nächster Schritt war es nun, die Akzeptanz und damit hoffentlich auch später die Begeisterung für die Arbeit mit ätherischen Ölen beim Team der Stomatherapeuten zu wecken. Ein wichtiger Faktor in der Zusammenarbeit war u.a. die Haftung der Platte: die Bedenken der Stomatherapeuten, dass diese beeinträchtig wird, stellten sich zum Glück sehr schnell als unbegründet heraus. Gemeinsam mit Fr. Münkner von Schneider & Piecha startete die Planung über das weitere Vorgehen sowie die Abstimmung der Dokumentation, denn  eine meiner Vorgaben für die Aromapflege im Krankenhaus sollte auch hier gelten: die Anwendung muss für alle so einfach und so sicher wie möglich durchführbar sein.
 
Wir einigten uns auf folgendes Procedere: Da ich jeden Mittwoch Aromatag habe, führe ich hier auch eine Stomavisite durch. Der Erstkontakt zu den Patienten läuft immer über mich: ich führe das Informationsgespräch, hole das Einverständnis des Patienten ein und mache einen Verträglichkeitstest. Dies dokumentiere ich anschließend auf den Dokumentationsbögen zur Stomatherapie. Das Stomaspray selbst wird von der Stomatherapeutin bei jedem Plattenwechsel angewendet. Die genaue Anwendung erkläre ich weiter unten. Meine Stomavisite plane ich möglichst so, dass ich die Kollegin auf A2 treffe und wir uns wöchentlich austauschen können. Soweit möglich, kontrolliere ich ebenfalls bei den Patienten das Stoma bzw die Hautumgebung auf Veränderungen und befrage diese nach ihren Erfahrungen. Zusätzlich erhalten die Patienten einen Fragebogen, den sie nach Ablauf der Krankenhaus-Behandlung zu ihrer Stomaversorgung mit dem Aromapflegeprodukt  ausfüllen können.     

Parallel zu diesen Schritten nahm ich Kontakt zu Monika Werner auf, da ich eine ähnliche Rezeptur für das Stomaspray auch in ihrem Buch fand. Sie konnte mir in einem ausführlichen Gespräch noch viele wertvolle Hinweise zur Anwendung und Erfolg geben.

Die Kollegin der Krankenhaus-Hygiene war in diesem Stadium ebenfalls involviert: wir überlegten, ob es sinnvoll sei, die Haltbarkeit des Sprays auszutesten. Idee dazu war, das Spray täglich oder wöchentlich auf eine Agarplatte zu sprühen und zu sehen, ab wann darauf Wachstum zu sehen ist. Allerdings sahen wir wegen der finanziellen und personellen Aufwendungen davon ab.


2.2 Durchführung

Der erste Patient wurde am 04.09.2013 von mir besucht und um sein Einverständnis gebeten. Insgesamt konnten wir bis 15.12.2013  13 Patienten des Ketteler Krankenhauses (Station A2) für unser Vorhaben begeistern. Lediglich 3 Patienten lehnten die Anwendung des Stomasprays aus unterschiedlichen Gründen ab: eine Patientin wehrte sich spontan gegen den Geruch, ein weiterer Patient war schlichtweg aufgrund seines Alters mit einer Veränderung seiner seit Jahren gleichen und von ihm selbst durchgeführten Stomaversorgung überfordert. Auch ein junger MorbusCrohn-Patient, der bereits seit längerem ein Stoma hatte, wollte das Stomaspray nicht ausprobieren. Bei ihm überwog die Angst etwas Neues auszuprobieren, da er bereits einige schlechte Erfahrungen bei Materialwechseln gemacht hatte.   

leider ist der "Stomabauch" nicht mehr pünktlich zur Prüfung bei Susanne eingetroffen, deshalb musst eine Puppe Modell stehen


Im Verlauf zeigten sich nun allerdings ein paar Tücken:
Die meisten unserer Patienten erhielten eine Stoma-Neuanlage. Da die Stoma-Umgebung hier zunächst reizlos und die Haut intakt ist, war es natürlich sehr schwierig zu beurteilen, ob sich durch die Anwendung des Sprays etwas verändert. Besonders wertvoll für mich waren deshalb ein paar Patienten, die bereits mit Stoma zu uns kamen und nun die verschiedenen Erfahrungen schildern konnten. Außerdem waren manche Patienten bedingt durch weitere Grunderkrankungen oder ihr Alter nicht in der Lage, sich adäquat zu äußern.
Auf diesem Hintergrund entschloss ich mich, das Stomaspray auch in 20ml Flaschen zu besorgen und es 3 Patienten mit nach Hause zu geben. Sie hatten meine Kontaktdaten erhalten, um sich bei Bedarf jederzeit melden zu können. Außerdem telefonierten wir mittwochs alle 2 Wochen, um uns auszutauschen.

Gleichzeitig konnte ich 2 Patienten im ambulanten Bereich finden, die ebenfalls bereit waren, das Stomaspray auszuprobieren. Und auch hier kämpfte ich zunächst mit Stolperfallen: Ein Patient lebt im Pflegeheim, in dem ich selbst bis vor kurzem tätig war. Ich hatte die Kollegen vor Ort angeleitet und auch entsprechendes Informationsmaterial sowie meine „Notfallnummer“ hinterlegt. Als ich eine Woche später wieder zur Visite kam, waren die Kollegen vom „Duft im Raum“ absolut begeistert. Wie sich herausstellte, hatten sie es teilweise als Raumspray und nicht als Stomaspray benutzt.  Also verkürzte ich hier die Abstände zwischen meinen Besuchen und leitete jeweils den betreuenden Kollegen persönlich an. Außerdem brachte ich ein Raumspray gegen schlechte Gerüche mit, von dem sie dann ebenfalls sehr begeistert waren.
Ein weiterer Patient wurde mir vom ambulanten Palliativdienst vermittelt. Er hat ein Ileostoma und war mit der Versorgung sehr unglücklich: die Platte haftete schlecht und musste häufig erneuert werden, wodurch die Haut in Verbindung mit dem permanenten Kontakt mit flüssigem Stuhlgang stark gereizt war.




Ergebnisse der Mini-Studie „Stomaspray“

Trotz allem konnte ich durch die 15 mit Stomaspray versorgten Patienten viele wertvolle Ergebnisse sammeln – besonders die 3 Patienten, die das Spray auch zu Hause weiter angewendet haben, konnten über ihre Erfahrungen viel berichten.

Von den involvierten Stomatherapeuten bekam ich das Feedback, dass der Duft auf jeden Fall sehr gut angenommen wurde und tatsächlich auch den Stuhlganggeruch neutralisieren konnte. Außerdem war das Spray sehr gut wirksam bei geröteter Haut. Problematisch war jedoch der Einsatz durch die Stomatherapeuten bei mazerierter Haut: wenn das Spray auf die Haut gesprüht wurde, entstand dann ein feuchter Film, auf dem die Platte schlecht haftete. Diese wollten es deshalb bei Mazeration eher weniger anwenden. Gleichzeitig konnte ich allerdings bei einem Patienten auf Intensivstation bei ähnlicher Situation eine deutliche Verbesserung erkennen, wobei ich das Spray nach einer Einwirkzeit von ca 30 sec. mit einer sterilen Kompresse vorsichtig abgetupft hatte. Hier haben wir auf jeden Fall noch eine kleine Baustelle, die wir gemeinsam noch genauer betrachten werden. Ähnliche Erfahrungen hatte ich auch bei einem Intensiv-Patienten gemacht, dessen Trachealstoma ich ebenfalls mit dem Stomaspray versorgt hatte. Um ein versehentliches Einatmen des Sprays zu vermeiden, hatte ich es auf eine sterile Kompresse gesprüht und damit die Haut um das Stoma abgewischt. Die bestehende starke Rötung und beginnende Mazeration verbesserte sich nach mehrmaliger Anwendung.  
Von den Stomatherapeuten sowie allen involvierten Patienten wurde mir auch immer wieder versichert, dass es keine negativen Erfahrungen wie Rötung, Juckreiz, Schmerz… gab! Die negativste Äußerung war: „ich habe gar nichts gemerkt!“.
Ebenso war der Verträglichkeitstest in der Ellenbeuge bei allen betreuten Patienten negativ.               




Zwei Patienten möchte ich beispielhaft noch genauer beschreiben:

Ein älterer Herr lag über Monate bei uns im Krankenhaus. Er hatte ein offenes Abdomen mit VAC-Anlage sowie einer Blasenfistel. Die Haut unter den Verbandsrändern und daneben war stark gerötet, schuppig und könnte auch pilzbelastet gewesen sein. Bei ihm sprühte ich auch an Tagen ohne Verbandswechsel regelmäßig die Haut um den Verband herum mit dem Stomaspray ein und konnte sehr schnell eine deutliche Verbesserung des Hautbildes sehen.  

Einen etwas jüngeren Patient lernte ich leider erst wenige Tage vor seiner Entlassung kennen. Er hatte bereits seit einigen Jahren ein Ileostoma, das nun bei einer erneuten Operation durch ein Colostoma verlegt wurde. Das Ileostoma habe er nie wirklich mit Pflege versorgt und dies allerdings auch immer mal wieder zu spüren bekommen. Er nahm deshalb sehr gerne das Stomaspray mit nach Hause, um nun mit guten Vorsätzen die Haut um das Colostoma regelmäßig zu pflegen. Nach einigen Wochen Stomaversorgung im Alltag ist der Patient begeistert: die Haut ist absolut intakt, der Duft stimmt und was für ihn sehr wichtig ist: die Platte hält deutlich länger (5 statt 3 Tage) und sicherer als vorher, was zumindest seiner Meinung nach mit dem Stomaspray zusammenhängt. Er hat sich nun gemeldet, weil er dringend Nachschub braucht und würde das Stomaspray mit seinen Ätherischen Ölen uneingeschränkt weiterempfehlen!


Stomaspray

Rezeptur nach Monika Werner

Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
Niaouli (Melaleuca viridiflora)
Benzoe Siam (Styrax benzoe)
Rosenhydrolat
Ringer-Lösung 


Die Mischung auf Hydrolatbasis ist durch die antiseptischen Eigenschaften der ÄÖ gekühlt bzw.  im Kühlschrank über ca 6 Monate haltbar. Wichtig ist jedoch, dass die Sprühflasche möglichst klein gewählt wird. 



Anwendung

Das Stoma wird bei jedem Plattenwechsel nach Standard (bei uns mit feuchten Kompressen) gereinigt. Anschließend Stoma und umgebende Haut mit dem Stomaspray (vorher gut schütteln) einsprühen und antrocknen lassen (dauert max 30 sec.). Da es keine Rückfettung gibt, haftet auch die Stomaplatte gut. Sollte zur Reinigung eventueller Klebereste ein spezieller Reinigungsschaum verwendet werden, stellt dies kein Problem dar.


Wirkung

Durch die tägliche Anwendung des Sprays bei einer einteiligen Stomaversorgung (bzw. 2x wöchentlich bei einer zweiteiligen Versorgung) wird die Schleimhaut bzw. Haut der Stoma-Umgebung deutlich widerstandsfähiger. Es kommt weniger zu Mazerationen bedingt durch den permanenten Kontakt mit Stuhlgang. Auch eine bereits vorgeschädigte Haut wird in ihrer Heilung unterstützt. Sehr angenehm für den Patienten ist ebenso eine leichte analgetische Wirkung der verwendeten ätherischen Öle. Nicht zu unterschätzen ist die Abnahme der Geruchsbelastung bei regelmäßiger Anwendung.




Vor einiger Zeit durfte ich schonmal ein kleines Erfolgsprojekt von Susanne hier veröffentliche, dabei ging es um die anxiolytische und entspannende Wirkung des Melissenöls, nach zu lesen klick hier 
 

Freitag, 31. Januar 2014

Aroma-Massage als Kommunikationsform im Hospiz

Heute habe ich die Ehre wieder ein paar Ausschnitte aus einer ganz besonderen Facharbeit von meiner Schülerin Denise zu veröffentlichen.

Seit April 2013 arbeitet Denise als Pflegefachkraft im Hospiz in Schwerin. Es bietet 12 Gästen ein letztes Zuhause. Jedem Gast steht ein geräumiges Einzelzimmer mit Dusche und WC zur Verfügung, das er sich auf Wunsch auch selbst einrichten und gestalten kann.
Auch an die speziellen Bedürfnisse der Angehörigen wurde gedacht. Diese können in der Begleitungsphase das Gästezimmer der Einrichtung nutzen.
Die Implementierung aromapflegerischer Anwendungen und anderer Komplementärmethoden der Pflege durch die Pflegekräfte vor Ort steckt noch in den Kinderschuhen – aber die Offenheit und Bereitschaft, sich auf den Weg zu begeben, sind deutlich erkennbar.
Aufgrund meiner laufenden Ausbildung in der Aromapflege und meinem Wunsch, diese auch praktisch anwenden zu dürfen, erhielt ich auf Nachfrage bei der Pflegedienstleitung die Erlaubnis, Aromapflege vorerst in Form der Aroma-Massage, Hand- und Fußbädern sowie Waschungen und Raumbeduftung durchzuführen.
Obwohl bereits 100% reine ätherische Öle sowie elektrische Aromalampen in der Einrichtung zur Verfügung standen und  entsprechende Mundpflegeöle aus der Bahnhofsapotheke in Kempten bestellt worden waren, konnte ich deren Anwendung kaum beobachten. Wie ich erkennen musste, waren die Mitarbeiter der Thematik an sich sowie der Wirksamkeit der Aromapflegeprodukte sehr skeptisch gegenüber eingestellt.

Mein Favorit – Die Aroma-Massage
(Quellen: Der folgende Gliederungspunkt und die Textabschnitte der Unterpunkte  wurden unter Zuhilfenahme der Seminarunterlagen von Sabrina Herber und dem Buch „Hilfreiche Gespräche und heilsame Berührungen im Pflegealltag von Specht-Tormann/Tropper,S.68 ff. erarbeitet.) 

Im Verlauf der Ausbildung in der Aromapflege stand als Zusatzmodul das Erlernen der Aroma- Massage zu Auswahl.
Schon als Kind durfte ich die entspannenden und wohltuenden Massagen meiner Großmutter genießen. Meine Beschwerden (z.B. Anspannung, Ängste, Schmerzen im Nackenbereich, Nervosität) konnten durch ihre Berührungen deutlich gelindert werden. Obwohl meine Großmutter keine Ausbildung in dem Bereich genossen hatte, griffen wir gern auf ihre Fähigkeiten zurück. Meine Mutter sagte immer, dass Oma heilende Hände besitzen würde. Auch wenn das so mancher in Frage stellen würde, so  gab sie uns doch während der Massage das Gefühl der Geborgenheit, der Wärme, der Nähe und vor allem Zuwendung.
Diese Erinnerungen und das bereits erworbene Wissen über die Wirkung der ätherischen Öle und die in Aussicht gestellte Möglichkeit, diese in Form der Massage sowohl über die Haut als auch über den Geruchsinn einsetzen zu können, sorgten dafür, dass ich voller Vorfreude meine Anmeldung zum Kurs ausfüllte.

 Allein die Wirkungsbandbreite der Massage… hier nur einige Beispiele

o   deutliche Linderung von Alltagsbeschwerden
o   Gefühl der Wärme, Geborgenheit, Zuwendung, Nähe zu vermitteln
o   die Steigerung des Wohlbefindens und der Lebensenergie, inneren Harmonie
o   Entspannung, Lösen von Stresszuständen, Linderung von Schlafstörungen
o   Hautpflege, Regeneration der Zellen
o   Durchblutungsförderung, Förderung des Stoffwechsels
o   Stärkung des Immunsystems
o   Förderung der Konzentration
o   Förderung der nonverbalen Kommunikation
o   Festigung der zwischenmenschlichen Beziehungen…
…faszinierte mich und bestätigten meine Annahme, dass ich diese Fähigkeit gut in der Hospizpflege einsetzen könnte.
..............

Bevor ich das Angebot einer entspannenden Aroma-Teilmassage unterbreite, frage ich mich selbst:

o   Wie fühlst du dich gerade? (z.B. entspannt oder angespannt)
o   Fühlst du dich in der Lage eine entspannende Massage zu geben?
o   Hast du ausreichend Zeit?
o   Willst du diese Zeit für eine Anwendung einsetzen?
o   Bist du bereit, diese Zeit dem Gast voll zur Verfügung zu stellen?

Da ich die Aroma-Massage als einzige Fachkraft in dem entsprechenden Umfang durchführe und keine zusätzlich Zeit zur Verfügung habe, muss ich leider oft auch danach fragen:
o   Ist deine Kollegin bereit, auf deiner Seite zur Klingel zu gehen, während du beim Gast
     bist?
o   Welche und wie viele Anwendungen kannst du überhaupt in den normalen Ablauf einbinden?
o   Welche Gäste haben Bedarf?
 Wo setzt du die Prioritäten? (Welche Bedürfnislage ist dringender? Wer kann oder muss noch 1-2 Tage länger warten?)
 Folgende Mischverhältnisse finden Anwendung:
  • Mischung 0,5%ig:              10ml Basisöl + 1 Tropfen ätherische Ölmischung
  • Mischung 1,0%ig:              10ml Basisöl + 2 Tropfen ätherische Ölmischung

...........

Aroma-Massage als Kommunikationsform
Wie Ihnen bereits aufgefallen ist, ist die Unterbreitung des Wohlfühlangebotes allein schon verbal kommunikativ stark geprägt.

o   Informationen werden gegeben und im Gegenzug gesammelt.
o   Einstellungen, Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse werden erfragt…
o   …auf genau diese wird dann reagiert, sie werden berücksichtigt.
o   Empathie, Achtung und Respekt dem Gast gegenüber sind  Grundvoraussetzung für eine gelingende Kommunikation.
o   Die Authentizität des Anbietenden ist oftmals ausschlaggebend für den Gast, um demjenigen das Vertrauen zu geben, der die Massage durchführen möchte, um ihn ohne Notwendigkeit so nah an sich und seiner Körper heranzulassen.
Erst die Kommunikation im Vorfeld entscheidet darüber, ob dem Gast die Sicherheit vermittelt werden kann und in deren Folge das Vertrauen aufgebaut wird, um die folgende nonverbalen Kommunikation – die Massage = Sprache der Berührung – überhaupt durchführen zu können.

Massage als Sprache der Berührung
Die Sprache der Berührung dient genauso dem Kontaktaufbau, dem Austausch von Informationen, dem Übermitteln von Einstellungen und Meinungen wie die verbale Kommunikation.
Die Sprache der Berührung ist außerdem die erste Sprache, die Kinder lernen. Schon im Mutterleib lernen sie die natürliche Begrenzung durch den Uterus kennen, werden von Fruchtwasser umspült, spüren Erschütterungen und hektische Bewegungen und können auch schon entspannendes Wiegen genießen. Nach der Geburt ist das Kind von den sprechenden Händen der Mutter abhängig. Wie fühlen sich z.B. die Hände der Mutter an. Wie berührt/wiegt die Mutter das Kind? (hektisch, gestresst, ruhig, entspannt). Wie nimmt die Mutter das Kind in den Arm(überfallend oder liebevoll) Kinder lernen begreifend ihre Umwelt kennen und machen sich ein Bild von der Welt. Sie entwickeln über Berührung auch das Gefühl von Sicherheit und Unsicherheit, von Ruhe oder von Hektik, Stress. Wir alle sammeln ein Leben lang Berührungserfahrungen (angenehme aber auch unangenehme) und werden so Experten für Berührung. Und wir sprechen die Sprache der Berührung auch bis an unser Lebensende. Auch dann, wenn uns der Weg zur sprachlichen Äußerung schon längst verstellt ist.

Wenn wir alle Experten in Bezug auf Berührung sind, könnte dann jeder Einreibungen, Streichungen und Wohlfühlmassagen geben?

Grundsätzlich :                    Ja

Was bedeutet das Vorhaben für den Massage-Gebenden?
Grundsätzliches über die Berührungsqualitäten  zu wissen:
o Berührungen können entspannend, schön, belebend, anregend oder
   beruhigend sein
o Berührungen können Gefühle transportieren, Erfahrungen vermitteln,
   Erlebnisse unterstreichen
Können Intimität schaffen und den Eintritt in tiefere seelische Schichten
   ermöglichen

aus therapeutischer Sicht bedeutet es:
o   immer auch den Körper des Gegenübers anzunehmen
o   sich auf Funktionsabläufe des Gastes einzulassen
o   Störungen zu erkennen und zu bearbeiten

aus pflegerischer Sicht bedeutet massieren auch
o   den persönlichen Lebensraum und dessen Grenzen zu beachten
o   zwischen Berufsberührung und Beziehungsberührung zu unterscheiden
o   zu wissen, dass die Massage eine Möglichkeit zur Sinnesstimulation und Eintritt in die biographische Geschichte der Betreuten darstellen kann
 

Folgende Punkte hat Denise in Ihrer mehr als 50 seitigen Facharbeit ausgearbeitet:

  • Beachtung des persönliche Lebensraumes und seiner Grenzen während der Massage
  • Unterscheidung zwischen der Berufsberührung und der Beziehungsberührung
  • Sinnesstimulation und Eintritt in die biographische Geschichte
  • Aroma-Massage als symptomlindernde Maßnahme

  • Wie berühre ich einen Patienten?
Einige Beispiele:
•       langsamer Berührungsfluss    =         Beruhigung
•       beschleunigter Bewegungsfluss        =         Ankündigung eines Erlebens
•       ruckartige Bewegung                             =         erzeugen Stress, Unbehagen
•       kräftige Berührungen                             =         stimulieren
•       sanfte Berührungen                               =         entspannen

 
Konkret bedeutet das:
•       Ich nehme dich wahr, wie du bist.
•       Ich akzeptiere dich, wie du bist.
•       Ich bin bereit, deinem Rhythmus entgegenzukommen.
 
 
auch die Kräuterstempelmassage hat Denise erlernt
Fallbeschreibungen

Fr. K.                               geb. 12.09.1930  

Diagnosen: CUP-Syndrom, Pleurakarzinose bds., chronisch respiratorische Insuffizienz, arterielle Hypertonie, chron. Herzinsuffizienz, chron. Niereninsuffizienz Stad.III; Epilepsie
belastendes Hauptsymptom: Dyspnoe
Da sich Atemnot häufig lindern lässt, in dem man die Aufmerksamkeit vom Ort des Geschehens z.B. von der Lunge auf die Füße lenkt, bot ich dem Gast als Einstieg eine entspannende Fuß-Bein-Massage an und zur Vorbereitung ein Aromafußbad (da sich der Gast noch selbst zu versorgen versuchte und schlecht an die Füße reichte).
Zur Auswahl stellte ich Fr. K. drei ätherische Ölemischungen: „Engelsgleich“, „Sprachlos“, „Keep smiling“, da sie immer Früchte und Blumen auf dem Tisch zu stehen hatte. In der Hinterhand behielt ich noch die ätherische Ölmischung „Im Fluss sein“, da Fr. K. an manchen Tagen über Wassereinlagerungen in den Füßen klagte, die jedoch nicht als prominent zu bezeichnen waren.
Fr. K. bevorzugte für sich die ätherische Ölmischung „Engelsgleich“.
Fr. K. empfand die Ölmischung „Im Fluss sein“ als unangenehm.
Ich respektierte ihre Wahl und ging ins Schwesternzimmer, um das Massageöl zu mischen. Da Fr. K. ein trockenes Hautbild (vor allem an den Unterschenkeln) aufwies, entschied ich mich für die Basisöle: Jojobawach und Aprikosenkernöl und mischte diese 1:1. Insgesamt verwendete ich 7,5ml von jedem Basisöl. In diese Mischung träufelte ich 3Tropfen der ätherischen Ölmischung „Engelsgleich“, d.h. ich stellte eine 1,0% Mischung her.
Nach der Aufklärung und dem Allergietest verabredeten wir uns am Abend vor der Nachtruhe. Zu Beginn richtete ich das Fußbad und emulgierte 1 Tropfen der ätherischen Ölmischung Engelsgleich in einem kleinen Fertigpack Kaffeesahne. Das emulgierte ätherische Öl gab ich im Anschluss in das Wasser, das sich in der kleinen Waschschüssel befand und verteilte die Mischung gleichmäßig.
Da Fr. K. ein sehr kommunikativer Mensch ist, nutzte sie die Gelegenheit, um sich während des Fußbades mitzuteilen (kurzatmig, mit Sauerstoff). Sie äußerte sich positiv über das Gefühl und den Geruch des Fußbades. Nach 10 min beendeten wir das Fußbad. Ich traf die entsprechenden Vorbereitungen zur Massage.
Zu Beginn der Massage erzählte Fr. K. noch sehr rege (Atmung ruhiger und tiefer), während der Massage stoppte sie sich selbst im Redefluss und bemerkte, dass ihr ja so der ganze Genuss verloren gehen würde. Ab diesem Zeitpunkt wollte sie genießen. Nur noch einmal meldete sich zu Wort, erzählte von einer Kochsendung und einem Rezept, für das sie immer bewundert worden war, dann schwieg sie bis zum Ende der Massage. Mir ist zwar unklar, wie man von der Ölmischung „Engelsgleich“ auf eingelegten Brathering in Aspik kommen kann, aber ich fand die Geschichte amüsant.
Da Fr. K. eine sehr offene, orientierte und wissbegierige Frau ist, konnte ich ihr den Bogen mit den Beobachtungsfragen aushändigen und erklären. Sie gab ihn mir nach der 2. Anwendung ausgefüllt zurück. (siehe Anhang)
In der Folge erhielt Fr. K. noch drei weitere Fuß-Bein-Massagen und 3 Schulter-Nacken-Massagen, die sich laut ihrer Aussage sehr positiv auf ihr Befinden auswirkten. „Sie wissen gar nicht, wie schön es ist, wenn man wieder einmal richtig durchatmen kann.“
Neben der Aroma-Massage wandte ich im Verlauf bei Fr. K auch Medi-Akupress zur Förderung der Atmung an. Der Erfolg beider Anwendungen zeigte sich, in dem Fr. K. die Oramoph-Tropfen (Morphinlösung gegen Atemnot), die auf Bedarf angesetzt waren und aller 4 h von Fr. K. eingefordert wurden, während meiner Dienste 14:00 Uhr regelmäßig nicht mehr verlangt wurden. Im Frühdienst konnte sie die 10:00 Uhr Gabe auslassen – auch an Tagen in denen ich keine Zeit für Zusatzanwendungen hatte. Meine Anwesenheit reichte dort scheinbar schon aus.
 
MediAkupress-Punkt Di-4 z.B. bei Verstopfung u. Durchfall
Derzeit absolviert Denise noch den MediAkupress Praktiker "Konzept begleitende Hände", die MediAkupressur findet bei ihr ein breites Anwendungsgebiet, zur Aromapflege wie z.B.
bei Unruhe, Angst
bei Atmenot
bei Ödemen
bei Übelkeit
bei Schmerzen uvm.

Danke liebe Denise für die Erlaubnis, diese Facharbeit in Auszügen hier zu veröffentlichen!!!

Freitag, 17. Januar 2014

Neues und Bekanntes....

Herzlich Willkommen auf meinem Blog im neuen Jahr....

auch wenn ich spät damit bin, möchte ich Euch ein gesundes und tollen Jahr 2014 wünschen.

Leider war es mir in den letzten Wochen nicht möglich mich ausreichend um den Blog zu kümmern, zum einen halten mich die Vorbereitungen für den Fachkongress im Mai (klick hier) auf Trapp. Es ist viel Arbeit, die mir und meinen Kolleginnen aber auch ganz viel Freude bereitet - mein Thema die Aromatherapie wird bei diesem Kongress, neben den anderen komplementären Pflegemethoden und der Prävention von Pflegenden einen großen Platz bekommen.

Orga-Team Sarah, Sabrina und Gertrud

Viele tolle Referenten (klick hier) konnten wir für diese beiden Tage gewinnen - es verspricht ein vielseitiger, abwechslungsreicher Fachkongress zu werden.

Vor 11 Jahren habe ich begonnen Pflegende zum Thema Aromapflege/-therapie zu unterrichten, seit 2009 gibt es nun diesen Blog, mein Ziel war es damals mindestens 2 x die Woche Euch liebe Leserinnen und Leser mit "Aroma-Futter" zu versorgen - nun aus meiner Teilzeittätigkeit als freie Referentin ist mittlerweile ein Fulltime Job geworden und meine Blogtätigkeit kann nicht so regelmäßig stattfinden, wie ich mir das gewünscht habe. Umso glücklicher und erfreuter bin ich, wenn ich wöchentlich meine Blogstatistiken sehe, dass ich soviele treue Leser habe - dafür möchte ich mich an dieser Stelle einmal herzlich bedanken.

In diesem Jahr gibt es ein paar neue Seminare, Referenten, Themen und einiges was ich selbst noch nicht weiss :-)

Ein paar Aromatipps möchte ich gerne weitergeben:

Eliane Zimmermann hat bei Facebook eine tolle Gruppe gegründet: 
Essbare Kosmetik - zum selbermachen, dort findet ihr einfache Rezepte für die Herstellung Eurer Kosmetikprodukte ohne Weichmacher, Kunststoffteilchen, Farb- und Konservierungsstoffen, wer mitmachen oder einfach nur mitlesen möchte ist herzlich eingeladen (klick hier)

Für Pflegende mit Aromapflege Erfahrung habe ich vor über einem Jahr eine geschützte Gruppe gegründet, in der sich Pflegende über den Einsatz und die Erfahrungen mit ätherischen Ölen im Pflegeberuf austauschen können - alle Aromapflegenden sind hierzu herzlich eingeladen (klick hier)

Auch in diesem Jahr finden wieder die mittlerweile bekannten Duftreisen nach Irland zu Eliane statt. Dort könnt ihr lebendiges lernen mit Eliane und der unvergleichbar wunderbaren Natur im Südwesten Irlands mit einem tollen Urlaub verbinden - das Programm findet ihr hier

Auf der Homepage der Zeitschrift Spektrum bin ich auf einen sehr interessanten Artikel über das Riechen und dessen Beschreibung mit Worten gestoßen - eins meiner Themen im Basisseminar - finde ein Wort oder mehrere um einen Geruch zu beschreiben....keine leichte Aufgabe, wie die Kursteilnehmer immer erstaunt feststellen! Den Artikel kann man hier nachlesen.

Gerade eben habe ich ein tolles Memorie gefunden - Gedächtnisspiel Rosen, mit tollen Rosenfotos nicht nur zum Gedächtnistraining auch wunderschön anzuschauen, das ganze gibt´s für 14,95 € bei Manufactum  (klick hier)


Einige wenige Seminarplätze gibt es noch für folgende Seminare mit Gastreferentinnen:

Aromatogramme
Referentin: Dorothea Hamm - Apothekerin aus Karlsruhe
20. März 2014
21. März 2014
Dorothea Hamm referiert über die Erfahrungen mit Aromatogrammen, der Erstellung von Rezepturen und die Inhaltsstoffe der verwendeten Öle und dem Schutz vor Keimen.
Das Thema MRSA und andere krankmachende Keime beschäftigt nun schon seit einigen Jahren unser Gesundheitssystem. Immer mehr dieser Keime sind schlecht oder gar nicht mehr mit den herkömmlichen Medikamenten wie Antibiotika, behandelbar.
Doch die Aromatherapie bietet uns hier ein breites Spektrum an ätherischen Ölen, welche hier ihren sinnvollen Einsatz finden.
Ätherische Öle besitzen sehr gute antibakterielle und antimykotische Eigenschaften. Diese macht man sich bei einem Aromatogramm zunutze. Dabei wird die Wirkung bestimmter ätherischer Öle gegen klinische Keime ausgetestet, um die durch sie hervorgerufenen Infektionen wirksam behandeln zu können. Die ätherischen Öle stellen eine Ergänzung zu der antibiotischen Behandlung oder sogar eine gute Alternative bei den verschiedenen Infektionen dar. (Quelle ok-apotheke-karlsruhe)


Seminar mit Eliane Zimmermann
27./28. September 2014
Hydrolate in Heil-Rezepturen
Ideen und Rezepturen rund um die Hydrolate
Ätherische Öle rund um die Frau
Conny Mögel - Leben mit Demenz
26./27. März 2014
Ihre Mitarbeiter betreuen Demenzkranke und wünschen sich Tipps und Anregungen, mit welchen Methoden sie Betroffenen zu mehr Würde und Lebensfreude verhelfen können?
Das 2- tägige Spezialseminar beleuchtet zunächst einmal das Krankheitsbild Demenz.
Neben Ursachen, Risikofaktoren, Prävention, Diagnostik  und Krankheitsverlauf werden die unterschiedlichen Formen der Demenz erklärt.
Je nach Befindlichkeit des Betroffenen und Fortschreiten der in vier Stadien verlaufenden Erkrankung gibt es außer der medikamentösen Behandlung eine Reihe von nicht-medikamentösen Möglichkeiten.
Anhand von Beispielen werden Methoden erklärt, die dem Patienten zu mehr Würde und Lebensfreude verhelfen und den Betreuenden Sicherheit und Geduld sowie einen respektvollen Umgang vermitteln.
Neben Informationen zu Validation, Entspannung durch Snoezelen und Anregung durch Basale Stimulation liegt der Schwerpunkt dieses Seminars in der Aromapflege. Verwirrte Menschen neigen häufig zu starker, innerer Unruhe, Depressionen, Angstzuständen und Schlafstörungen. Im fortgeschrittenen Stadium wirken Sie verschlossen und leben zurückgezogen in ihrer eigenen Welt.

Entspannungsfördernde, harmonisierende, stärkende beziehungsweise anregende Öle erleichtern Betroffenen, Pflegenden sowie Angehörigen die schwierige oder nonverbale Kommunikation im Krankheitsverlauf.
Es werden Studien und Erfahrungsberichte besprochen, geeignete ätherische Öle und deren Wirkung vorgestellt sowie Fallbeispiele und eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt. Praktische Übungen vertiefen Erlerntes und sind ein guter Weg, mit Düften Erinnerungen und Gefühle zu wecken und eine Brücke von der Innen- zur Außenwelt zu bauen. 

Workshop „praktische palliative Aromapflege mit Gertrud Schneider

16. Mai 2014 Workshop
24. September Workshop
 
Anmeldungen unter info@vivere-aromapflege.de

Einfaches Wund- und Heilbalsam
In den letzten Tagen haben meine Familie und ich eine größere Nachfrage für die unterschiedlichsten Wehwechen nach einem "universalem Wund- und Heilbalsam" gehabt - hier meine Rezeptur

50 g Sheabutter
5 Tropfen Manuka 
5 Tropfen Lavendel extra
5 Tropfen Immortelle
5 Tropfen Cistrose
3 Tropfen Schafgarbe
3 Tropfen Rose 10 %
3 Tropfen Karottensamenöl



wie man auf dem Foto sieht- kam das Balsam schon zum Einsatz bei einem großen Pickel (auf der Stirn-gaaaanz schrecklich- o-Ton meine Tochter), Blasen an den Füßen (nach dem Training) und undefinierbarer, gereizter juckender Haut......