Montag, 5. März 2012

Zeder - ein majestätischer Baum

Am Wochenende hatte ich die Gelegenheit eine Libanesische Zeder im Schloßpark von Bad Homburg zu fotografieren.
Ein wirklich beeindruckender Baum, fast 200 Jahre ist er alt und war ein Geschenk des Duke of Cambridge anlässlich der Hochzeit seiner Schwester mit Landgraf Friedrich VI. Joseph im Jahr 1818.


Die Zeder hat heute einen Stammumfang von 6,40 m in 1,20 m Höhe, ihre breiteste Ausladung beträgt über 35 m, bei einer Gesamthöhe von über 20 m.

als ob er ein Gesicht hätte

Schon von weitem war ich beeindruckt von der Größe dieses Baumes, aber als ich mich darunter befand, überwältigte mich das Gefühl, welche sanfte Kraft und Ruhe dieser Baum ausstrahlt. Unter seiner Krone konnte mir der Nieselregen und der Nebel nichts anhaben, ich fühlte mich geborgen, wie im Schoße einer liebevollen Großmutter. Es war als wollte sie mich beschützen.



In diesem Moment wurde mir bewusst, warum das Öl der Zeder ein 
"Mut-Kraft-und Zuversichtsöl" ist.

Im Angesicht dieses Baumes fällt mir folgender Spruch  ein:
"Einen alten Baum verpflanzt man nicht!"


Dazu erzähle ich immer folgende Phantasie-Geschichte im Basisseminar:


Das Zedernöl zählt zu den „starken“ Ölen in der Aromapflege. Es ist ein Mut- und Kraftöl. Stellen Sie sich eine Zeder vor, dieser große stattliche Baum, der soviele Jahre alt werden kann. Nun kommen irgendwelche Menschen und möchten diesen Baum verpflanzen, weil er z.B. einer Straße weichen soll. Naturschützer aber möchten den Baum retten und versuchen ihn an einen anderen Ort zu bringen. Ein großer wichtiger Teil des Baumes – die Wurzeln bleiben unserem Auge verborgen, sind aber essentiell wichtig für das Überleben. Dazu benötigt man einen großen Bagger und viele helfende Hände. Der Baum muss in einem großen Radius ausgegraben werden, um seine Wurzeln nicht zu verletzen. An seinem neuen Platz muss ein noch viel größeres Loch geschaffen werden, um den Wurzeln die Möglichkeit zu bieten, sich wieder fest in der Erde zu verankern und dem Baum wieder Halt zu geben. Wenn dieser Baum es schafft zu überleben, dann nur mit Hilfe vieler helfender Hände, Fürsorge und guter Erde.
Überträgt man diese Geschichte  in das Leben eines alten Menschen, der in ein Pflegeheim muss - auch er  hat Wurzeln, je älter ein Mensch, desto größer sein „Wurzelwerk“ – seine gewohnte Umgebung, seine Familie, Freunde, Tiere, persönliche Gegenstände, Erinnerungen uvm. Wo werden die Wurzeln dieses Menschen abgebraben? Wie viel Platz bekommt er in seinem neuen zu Hause? Wer kümmert sich darum, dass er ankommt, sich wohl fühlt, kein Heimweh bekommt? Diese Fragen machen nachdenklich und traurig.
Genau für diese Lebenssituationen brauchen wir das Zedernholzöl, wenn wir uns "entwurzelt", alleingelassen, hilf- und kraftlos fühlen. Es vermittelt Mut, Kraft und Zuversicht.

Wie fühlt sich wohl ein alter Mensch, der aus seiner gewohnten Umgebung und seinem sozialen Umfeld "verpflanzt" oder gar herrausgerissen wird? Ein kleines Zimmer mit fremden Möbeln, fremde Menschen, fremde Gerüche und viele neue, meist beängstigende Eindrücke erwarten ihn, in seinem neuen zu Hause. Oft kann man sogar sehen, wie dieser Mensch in sich zusammen sinkt, gebückter Gang, hochgezogene Schultern, trauriger Blick und Sprachlosigkeit.  In meiner praktischen Arbeit mit alten Menschen, konnte ich mit folgenden Mischungen ein wenig Mut, Kraft und Zuversicht wecken. Natürlich spielt hier die Zuwendung, das Interesse an dem Bewohner und die Berührung eine maßgebliche Rolle.

Willkommens-Duftlampe beim Einzug ins Altenheim
4 Tropfen Orange (Citrus sinensis)
2 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
2 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)


Körperöl "Kraft und Zuversicht"
50 ml Johanniskrautöl
3 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
4 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)
1 Tropfen Rosen absolue (Rosa damascena)
2 Tropfen Vanille (Vanilla plantifolia)
2 Tropfen Blutorange (Citrus sinensis)


Das bekannteste Zedernöl ist das Atlas-Zedernöl (Cedrus atlantica), es wird aus dem Holz des Baumes gewonnen. Es besteht fast ausschließlich aus Sesquiterpen-Verbindungen, welche als sehr gut (haut-) verträglich, stabilisierend, entspannend und beruhigend gelten. Auf der körperlichen Ebene wird das Zedernöl bei Erkältung, Husten (entspannend auf die glatte Muskulatur der Bronchien), zur Förderung des Lymphflusses, fettiger Haut, zur Ent-Spannung der Kopfhaut uvm. eingesetzt.
Auch bei Heuschnupfen wird es in verschiedenen Mischungen empfohlen.

In der früheren Literatur fand man oft Warnhinweise zur Zeder, diese sind jedoch nicht von Bedeutung und kamen durch eine Verwechslung mit den amerikanischen "Zedern" (Red Cedar) zustande, diese wirken vereinzelt toxisch, da es sich hier um Thuja Gewächse handelte.



Es ist zu vermuten, dass die Ägypter unter anderem Zedernöl zur Einbalsamierung ihrer Toten gebrauchten und sie sogar in Zedernholzsärge betteten. Zedernholz wird heute noch zur Insektenabwehr, vor allem von Motten, in Kleiderschränke gelegt.

Anwendungsgebiete:
  • Husten
  • Keuchhusten
  • Heuschnupfen
  • Läuse
  • Schlafstörungen
  • Trauer
  • Trennungsschmerz und - angst
  • Pupertätskrisen
  • Stress
  • Angespanntheit
  • Nervosität
Bewährte Rezepturen:

Grundmischung "Abschiedsschmerz"
6 Tropfen Schafgarbe (Achillea millefolium)
18 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
18 Tropfen Benzoe Siam (Styrax tonkinensis)
24 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)
12 Tropfen Melisse (Melissa officinalis)
12 Tropfen Iris 1 % (Iris germanica)

Mutöl für Kinder (z.B. bei Schulwechsel, bei Trennungsängsten usw.)
50 ml Johanniskrautöl (im Sommer ein anderes Basisöl verwenden)
2 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
4 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)
2 Tropfen Vanille (Vanilla plantifolia)
2 Tropfen Neroli (Citrus aurantium)

Flugangst
Hier können alle oben genannten Öle zum Einsatz kommen, zusätzlich bei Übelkeit kann noch Zitrone (Citrus limonum), Pfefferminze (Mentha piperita) und Ingwer (Zingiber officinalis) dazu gemischt werden.
 
Riechfläschchen bei Flugangst
4 Tr. Neroli
(Citrus aurantium)
3 Tr. Zeder (Cedrus atlantica)

3 Tr. Bergamotte (Citrus bergamia)

2 Tr. Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

2 Tr. Petit Grain (Citrus aurantium)

4 Tr. Zitrone (Citrus limon)

1 Tr. Pfefferminze (Mentha piperita)


 
Saunaduft "Meditation" toll zum entspannen und meditieren z.B. mit Klangschalen in der Sauna
50 ml Alkohol
8 Tropfen Weihrauch arabisch (Boswellia sacra)
10 Tropfen Rose indisch (Rosa damascena)
5 Tropfen Sandelholz (Santalum album)
3 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
8 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)

Während der Erkältungszeit stelle ich mir meist Grundmischungen her, d.h. ich mische verschiedene ätherische Öle zusammen und kann dann diese Mischung für die Duftlampe, Inhalation, oder das Herstellen von Brustölen/-balsamen benutzen.

Grundmischung für Kinder

3 Tropfen Angelikawurzel (Angelica archangelica)
8 Tropfen Benzoe Siam (Styrax tonkinensis)
4 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
3 Tropfen Zitronenmyrte (Backhousia citriodora)
5 Tropfen Eukalyptus staigeriana (ein guter "Kinder-Eukalyptus)
5 Tropfen Cajeput (Melaleuca cajeputi)
5 Trofpen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

Anwendungsmöglichkeiten der Grundmischungen:

Raumbeduftung 
je nach Raumgröße 5 - 8 Tropfen / Duftlampe

Inhalation
1 Tropfen auf einen Topf mit heißem Wasser

Brustöl/-balsam
Kleinkinder: 5 Tropfen auf 50 ml Johanniskrautöl
Kinder: 15 Tropfen auf 50 ml Johanniskrautöl
Erwachsene: 15 - 20 Tropfen auf 50 ml Johanniskrautöl


Spray bei Heuschnupfen
30 ml Melissenhydrolat
10 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)
10 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
20 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)
5 Tropfen Melisse 10% ( Melissa officinalis)
10 Tropfen Zitrone (Citrus limonum)

von dieser Mischung sprühe ich mir mehrmals täglich als Dekolteespray und atme dabei tief ein

Manuka habe ich noch mit dazu genommen, da er stressabbauend und schleimhautregenerierend wirkt, Melisse wirkt beruhigend, ausgleichend und leicht antiallergisch, Zitrone hauptsächlich wegen dem frischen Geschmack, ausserdem fördert sie den Entgiftungsprozess über Leber und Niere.

Riechstift
3 Tropfen Zeder (Cedrus antlantica)
2 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)
2 Tropfen Wasserminze (Mentha aquatica)

bei geschwollener Nasenschleimhaut in die Nasenöffnung stecken und tief einatmen.



Roll-on
10 ml Alkohol
2 Tropfen Angelikawurzel (Angelica archangelika)
4 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
2 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)
1 Tropfen Wasserminze (Mentha aquatica)

Bei Bedarf die Nasenflügel und den Naseneingang damit einreiben.

Ich habe in den letzten Jahren mit diesen Mischungen sehr gute Erfahrungen gemacht, meine Pollen-UNverträglichkeit ist wesentlich weniger heftig, Atemnot habe ich seit zwei Jahren nicht mehr erlebt und die Dauer der allergischen Reaktionen hat sich stark verkürzt.
Für den Notfall nehme ich eine Mischung aus Zeder, Zypresse und Manuka  zwei Tropfen auf einem Stück Würfelzucker zu mir.

Juckende Kopfhaut
Sonnenblumenöl im Verhältnis 9:1 mit Sanddornfruchtfleischöl mischen
2 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)
2 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
2 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
die Kopfhaut einmassieren, eine halbe Stunde einwirken lassen und danach auswaschen mit einem milden Bio-Shampoo.

Montag, 27. Februar 2012

Acht-Klassarbeit meiner Nichte Jule

Vor gut einem Jahr fragte mich meine Nichte Jule, ob ich ihr behilflich sein möchte bei Ihre Acht-Klassarbeit, diese Aufgabe bekommen die Walddorfschüler in der achten Klasse. Sie müssen sich ein Thema aussuchen mit dem sie sich fast ein Jahr beschäftigen und darüber recherchieren und lernen. Daraus entsteht dann eine richtige Facharbeit.

Jule hat sich für das Thema "Naturkosmetik" entschieden und schon viele Ideen und Pläne für die Ausarbeitung geschmiedet.
Zuerst informierte sie sich darüber, was denn der Begriff Naturkosmetik überhaupt bedeutet (Auszug aus der Facharbeit):


Einleitung
Wie ich auf mein Thema kam:
Da ich zur Zeit selber viel Kosmetik benutze und es mich interessiert, was für Pflanzen meine Kosmetik enthält, habe ich mich entschieden das Thema Pflanzenkosmetik zu nehmen.
Doch anfangs dachte ich, Naturkosmetik sei das gleiche wie Pflanzenkosmetik, doch es gibt Unterschiede.
Der Begriff Naturkosmetik ist in Deutschland nicht geschützt, d.h. eigentlich kann jeder Hersteller seine Kosmetik als Naturkosmetik bezeichnen, obwohl dort Stoffe enthalten sind, die laut dem Naturkosmetikverband dort nicht hineingehören.
Diese oft chemischen Stoffe können Krankheiten verursachen.
Der BDHI-Standard (Bund-Deutscher-Naturkosmetik), fordert folgende Kriterien:

1. Pflanzliche Rohstoffe
Pflanzliche Rohstoffe müssen aus zertifiziertem, ökologischem Ausgangsmaterial stammen, soweit sie aus Pflanzen bestehen oder gewonnen wurden. Verbindlich sind diesbezüglich die in Anlage 1 enthaltenen Definitionen und Einschränkungen.
Zertifizierung bedeutet, dass nachgewiesen und bescheinigt wird, dass die Rohstoffe ohne Gift angebaut und gelagert werden.
2. Tierische Rohstoffe und Tierschutz
Tierische Rohstoffe
Der Einsatz von Stoffen, die von Tieren produziert werden (z.B. Milch, Honig), ist gestattet. Der Einsatz von Rohstoffen aus toten Wirbeltieren (z.B. Emuöl, Nerzöl, Murmeltierfett, tierische Fette, Collagen und Frischzellen) ist nicht gestattet.
Tierversuche und Endprodukte
Weder bei der Herstellung noch bei der Entwicklung oder Prüfung der Endprodukte dürfen Tierversuche durchgeführt oder in Auftrag gegeben werden.
Tierversuche und Rohstoffe
Rohstoffe, die vor dem 01.01.1998 noch nicht im Markt vorhanden waren, dürfen nur dann verwendet werden, wenn sie nicht im Tierversuch getestet worden sind. Außer Betracht bleiben hierbei Tierversuche, die durch Dritte durchgeführt wurden, die weder im Auftrag noch auf Veranlassung des Auftraggebers gehandelt haben, noch mit diesen gesellschaftsrechtlich verbunden sind.
2
3. Mineralische Rohstoffe
Der Einsatz anorganischer und mineralischer Salze, Säuren und Laugen (z.B. Magnesiumsulfat, Natriumchlorid) ist grundsätzlich gestattet. (Ausnahmen siehe Punkt 5)
4. Erlaubte Herstellungsprozesse
Für die Herstellung von Naturkosmetika sind neben physikalischen Verfahren einschließlich der Extraktion mit Wasser, pflanzlichem Alkohol, Kohlensäure, pflanzlichen Fetten und Ölen sowie hieraus gewonnenem Glycerin auch enzymatische und mikrobiologische Verfahren zulässig, wie sie in der Natur vorkommen.
Daneben dürfen Stoffe aus Naturstoffen wie Fette, Öle und Wachse, Zucker, Stärke, Cellulose, Eiweiße, Polysaccharide, Vitamine mittels Hydrolyse, Hydrierung, Veresterung oder sonstigen Spaltungen und Kondensationen gewonnen werden.
5. Nicht erlaubte Stoffe
Stoffe aus den folgenden Stoffgruppen dürfen nicht verwendet werden: – organisch-synthetische Farbstoffe
– synthetische Duftstoffe
– ethoxilierte Rohstoffe

– Silikone
– Paraffine und andere Erdölprodukte

6. Konservierung
Zum Zwecke des Verbraucherschutzes können erforderlichenfalls die folgenden naturidentischen Konservierungsmittel verwendet werden:
– Benzoesäure und ihre Salze
– Salicylsäure und ihre Salze

– Sorbinsäure und ihre Salze – Benzylalkohol
Beim Einsatz dieser Konservierungsstoffe ist der Zusatz:"Konserviert mit ... [Name des Konservierungsstoffes]" erforderlich.
7. Riechstoffe
Zugelassen sind natürliche Riechstoffe, die der ISO Norm 9235 entsprechen. Außerdem können biotechnologisch gewonnene Riechstoffe verwendet werden.
8. Radioaktive Bestrahlung
Die Behandlung von pflanzlichen und tierischen Rohstoffen und der Endprodukte mit ionisierenden Strahlen ist nicht zulässig.
(Quelle: http://www.kontrollierte-naturkosmetik.de/richtlinie.htm)

Nun war sie schon ein wenig erstaunt, denn dass die Richtlinien so streng oder sogar bei anderen Labels wie Natrue zum Teil noch strenger sind, hätte sie nicht vermutet. Ihr Ergeiz war geweckt und sie entschied sich nun eine kleine Kosmetikserie für sich und Ihre Familie zu entwickeln. Jule überlegte welche Kosmetik in Ihrer Familie benötigt werden könnte, da sie und ihr ein Jahr älterer Bruder mit den üblichen pupertären Hautproblemen zu kämpfen hatten, war klar eine Serie für Teenager musste her. Dann war da noch der ganz kleine Bruder (2 Jahre), der im Entdecker-Alter kleiner Stürze erlitt und deshalb bestimmt mit einem Wundbalsam gut versorgt wäre. Auch die Mama meldete Bedarf an und so entstand eine richtige Kosmetikserie:


  • Ringelblume Creme für empfindliche Haut
  • Johanniskraut-Ringelblumen Wund-und Heilsalbe
  • Lavendel Insektenstich-Roll On
  • Melissen Creme für trockene und spröde Haut
  • Creme für fette und unreine Haut
  • Lavendel Nachtcreme
  • Pflegeserie für Teenager mit einem Gesichtswasser und einem Anti-Pickel Roll On auf Salbei Basis.
  • stimmungsaufhellendes Johanniskraut Massageöl für die dunkle Jahreszeit, welches  sie Lichtblick nennen möchte
Nun musste Jule im letzten Frühjahr dann verschiedene Pflanzen, welche Sie für die Herstellung von Mazeraten und Tinkturen benötigte, im hauseigenen Kräutergarten anpflanzen:
Melisse, Lavendel, Ringelblume und Salbei wurden ausgesät bzw. vermehrt. Johanniskraut gibt es in den dörflichen Wiesen in ihrer Umgebung genügend.

Auszug aus der Facharbeit: 
Um Öle und Tinkturen welche die Basis für alle Rezepturen bilden, herzustellen, musste ich wie folgt vorgehen:
Bei der Herstellung des Ölauszugs habe ich die Pflanzen zerkleinert und in saubere Glasgefäße gefüllt, die ich vorher auskochen musste, um sie keimfrei zu machen. Dann füllte ich die Gläser mit den entsprechenden Pflanzen und stampfte sie leicht auf den Glasboden, nun kam das Sonnenblumenöl hinzu, wobei ich darauf achten musste, dass alle Pflanzenteile von Öl bedeckt waren, da sonst eine Koservierung nicht gelingt.
Dies habe ich ca. 14 - 28 Tage, je nach Sorte, in der Sonne stehen lassen.
Nach dieser Zeit nahm ich ein sauberes Glas und einen Kaffeefilter und goss das Öl durch den Filter in das Glas, nun war mein Öl fertig.

Zur Herstellung der Tinkturen benötigte ich, die entsprechenden zerkleinerten Pflanzen, ein Glas und 70% igen Weingeist.
Auch hier mussten die Pflanzen zerkleinert werden, ich drückte sie auf den Glasboden und goss Alkohol darüber, bis alle Pflanzenteile bedeckt waren.
 

Dies ließ ich ca. 3 Wochen stehen und füllte es anschließend mit einem Kaffeefilter in ein anderes Glas.


Jule ruhte sich nun aber nicht einfach aus, sie fragte mich ob sie ein Basisseminar über Aromapflege bei mir besuchen kann. Tatsächlich bot sich dann im Juli 2011 die Gelegenheit dazu und Jule lernte im Seminar viel über die ätherischen Öle, ihren Gewinnung, die Qualität und die Einsatzmöglichkeiten. Ausserdem besuchte sie mit mir und den anderen Teilnehmerinnen den großen Heil- und Arzneikräutergarten von Apotheker Dr. Potemba in Türkismühle.

Im Herbst dann war es soweit und Jule begann mit der Herstellung Ihrer Kosmetikserie.  

 Die Zutaten müssen abgewogen und gemessen werden

Die Sheabutter muss schonend bei höchstens 35 ° C im Wasserbad geschmolzen werden

Nun wird die Sheabutter schön cremig mit dem Rührgerät geschlagen

Nachdem die ätherischen Öle und das Basisöl in die Sheabutter eingerührt wurde, kann sie in saubere Tiegel abgefüllt werden

Anti-Pickel Roll-on

Zu jeder Creme haben wir eine kleine Probe mit abgefüllt



Auszug aus der Facharbeit:

Melissen Creme
Nun konnte ich mit der Herstellung meiner Kosmetik beginnen, ich begann mit einer Melissen Creme (gegen trockene und spröde Haut).
Dazu brauchte ich meinen Melissen Ölauszug, Sheabutter, ätherisches Melissen- und Rosengeranien Öl. Da Hygiene bei der Herstellung der Kosmetik eine große Rolle spielt achtete ich sehr auf sauberes arbeiten. Zu erst musste ich die Sheabutter in einem Wasserbad in ca. 35°C schmelzen. Sheabutter sollte nicht heißer werden, da sie sonst später stark krümelt.


Nun füllte ich 10 ml Melissenölauszug und 40 g Sheabutter in einen Messbecher und verrührte dies sorgfältig. Danach tropfte ich je 2 Tropfen ätherisches Melissen- und Rosengeranien Öl hinzu, dies verrührte ich nochmals und füllte alles in eine Cremedose.

Lavendel Creme
Um eine Lavendel Creme (Nachtcreme für müde Haut) zu mischen brauchte ich meinen Lavendel Ölauszug, Sheabutter, ätherisches Lavendel fein, Mandarine rot und Melissen Öl.
Da die Sheabutter noch flüssig war konnte ich sie direkt verarbeiten stellten sie aber danach wieder in warmes Wasser, ich schlugen sie nochmals um sicher zu gehen das sie nicht klumpig war, dann füllte ich 10 ml Lavendel Ölauszug und 40 g Sheabutter in einen Messbecher und rührte dies sorgfältig durch.
Nun kamen noch, 2 Tropfen ätherisches Lavendelöl fein, 2 Topfen ätherisches Mandarinenöl, rot und 2 Tropfen ätherisches Melissen Öl hinzu, dies vermischte ich nochmals und füllte alles in eine Cremedose. 


Ringelblumen Creme
Für die Ringelblumen Creme (gegen empfindliche Haut) brauchte ich meinen Ringelblumen Ölauszug, Sheabutter, ätherisches Rosenöl 10%, ätherisches Neroliöl (Orangeblütenöl) 10% und Irisöl 1%. Da ich die Sheabutter in warmes Wasser gestellt habe, konnte ich sie wider direkt verarbeiten.
Nun gab ich 10 ml Ringelblumen Ölauszug und 40 g Sheabutter in einen Messbecher und verrührte dies.
Dazu kamen noch 2 Tropfen ätherisches Rosenöl 10%, 2 Tropfen ätherisches Neroliöl 10% und 2 Tropfen ätherisches Irisöl 1%.
Nachdem ich die vermischt hatte füllte ich alles in Cremedosen.

Johanniskraut-Ringelblumen Salbe
Zur Herstellung der Johanniskraut-Ringelblumen Salbe (Wund-und Heilsalbe), benötigte ich meinen Johanniskraut- und Ringelblumen Ölauszug, Sheabutter, ätherisches Lavendelöl fein, ätherisches Teebaumöl, ätherisches Rosenöl und ätherisches Kamillenöl blau.
Erst verrührte ich 30 g Sheabutter mit 10 ml Johanniskraut Ölauszug und 10 ml Ringelblumen Ölauszug als alles vermischt war kamen noch 4 Tropfen ätherisches Lavendelöl fein, 2 Tropfen ätherisches Teebaumöl, 2 Tropfen ätherisches Rosenöl und 1 Tropfen Kamillenöl blau dazu.
Dies füllte ich in eine Cremedose.

Salbei Creme
Zur Herstellung der Salbei Creme (gegen fette und unreine Haut), benötigte ich meinen Salbei Ölauszug, Sheabutter, ätherisches Teebaum Lavendel fein und Salbei Öle.
Als erstes stellten wir die Sheabutter in das Wasserbad damit sie nicht hart wird, nun füllte ich 10 ml des Ölauszuges in den Messbecher und fügten 40 g Sheabutter hinzu, dies vermischte ich sorgfältig und rührten 2 Tropfen ätherisches Teebaumöl, 2 Tropfen ätherisches Lavendelöl, fein und 1 Tropfen ätherisches Salbeiöl (kleinblättrig= ketonarm) unter.
Dies füllte ich in eine Cremedose. 


Melissen Insektenstich Roll-On
Um eine Melissen Insektenstich Roll-On herzustellen brauchte ich meine Melissen Tinktur, eine Roll-On Stift und ätherisches Lavendelöl fein.
Einen Melissen Insektenstich Roll-On herzustellen ist recht einfach, ich musste nur 10 ml Melissen Tinktur in den Roll-On Stift füllen und 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl fein hinzufügen.
Vor Gebrauch muss der Roll-On gut geschüttelt werden! 



Anti-Pickel Roll-On
Hierfür brauchte ich meine Salbei Tinktur, einen Roll-On Stift und ätherisches Teebaumöl, ätherisches Lavendelöl fein, ätherisches Rosengeranienöl und ätherisches Rosenöl 10%. Nun musste ich 10 ml Salbei Tinktur in den Roll-On Stift füllen und 3 Tropfen ätherisches Teebaumöl, 3 Tropfen ätherisches Lavendelöl fein, ätherisches Rosengeranienöl und 1 Tropfen Rosenöl 10% hinzugeben.
Dies musste nur noch gut geschüttelt werden.
Vor Gebrauch muss der Roll-On Stift gut geschüttelt werden!


Johanniskraut Massageöl “Lichtblick“
Zur Herstellung eines Johanniskraut Massageöls (stimmungsaufhellend, beruhigend, ausgleichend) benötigte ich meinen Johanniskraut Ölauszug, eine dunkle 50 ml Flasche, ätherisches Bergamotteöl, ätherisches Neroliöl, ätherisches Lavendelöl fein und
ätherisches Petit Grain Öl. 

Erst füllte ich die Flasche mit 50 ml Johanniskraut Ölauszug auf, nun kamen noch 4 Tropfen ätherisches Bergamottöl, 3 Tropfen ätherisches Neroliöl, 2 Tropfen ätherisches Lavendelöl fein und 2 Tropfen ätherisches Petit Grain Öl hinzu.
Dies musste ich kräftig schütteln damit sich alles gut vermischt. 


Pfefferminz-Salbei Feuchtigkeitsspray
Für mein Pfefferminz-Salbei Feuchtigkeitsspray benötigte ich Pfefferminzhydrolat (wirkt erfrischend und zusammenziehend), Salbeitinktur, eine Sprühflasche, ätherisches Bergamotteöl, ätherisches Sandelholzöl und ätherisches Lavendelöl fein.
Als erstes füllte ich 45 ml Pfefferminzhydrolat und 5 ml Salbeitinktur in die Sprühflasche, nun kamen noch 1 Tropfen ätherisches Bergamotteöl,1 Tropfen ätherisches Sandelholzöl und 2 Tropfen ätherisches Lavendelöl fein hinzu.

Auch dies musste ich gut schütteln

Jule hat zu den einzelnen Pflanzen, die sie angebaut hat eine Zeichnung erstellt:









 Zum Abschluß ihrer Facharbeit musste Jule in der Schule vor großem Publikum (Eltern, Lehrern, Mitschülern) einen Vortrag über ihre Arbeit halten. Sie bereitete eine Powerpoint Präsentation vor, gestaltete eine Präsentationstisch mit Ihrer Kosmetikserie und erklärte den Zuschauern ihre Idee.
Der Vortrag war ein großer Erfolg!!!


Mittlerweile ist die Nachfrage in Jules Familie ziemlich groß, sogar der große Bruder hat mal so nebenbei nach dem "Stift für die Pickel" gefragt :-)))


Montag, 6. Februar 2012

Newsletter 01/2012

Aktuelle Seminartermine:

23. Februar Konzeptarbeit Aromapflege
24. Februar Ätherische Öle in der Palliativ- und Hospizpflege
27. - 29. Februar Intensiv-Seminar Aromapflege für Palliativfachkräfte

02. März Ätherische Öle bei demenziell Erkrankten - Aromapflege im Jahreskreislauf
19. - 20. März Basisseminar Aromapflege
23. - 24. März Duftkommunikation mit Christine Lamontain

Zusatztermine für die Seminare Aroma-Ganzkörper-Massage und Basisöle und Mazerate:

26. - 28. März  und 24. - 26. April 2012
Aroma-Ganzkörper-Massage (Neu 3 Tage intensiv in einer kleinen Gruppe mit höchsten 6 Teilnehmer(innen) die Aromamassage erlernen und erleben)

09. Mai 2012
Basisöle & Mazerate - lernen sie die wertvollen Pflanzenöle in ihrer ganzen Vielfalt kennen. In diesem Seminar erfahren Sie wie Pflanzenöle unser Leben bereichern, unsere Gesundheit unterstützen und eine wundervolle Hautpflege bieten. Fast 20 Öle werden vorgestellt, angeschaut, probiert und einmassiert.


Ausserdem möchte ich schon auf den Jubiläums-Workshop 10 Jahre Vivere-Aromapflege am 10. - 11. November hinweisen.

Neue Seminarthemen im Herbst:
  • Aromapflege und Demenz
  • Vom Stress zur Stille - duftende Entspannung für die Seele
  • Workshop - Rührküche, Cremes, Bodymousse und vieles mehr selbst herstellen

Umfrage
Welche Themen müssten in einem Aromatherapie Buch für die Alten- und Palliativpflege behandelt werden?

Ihr könnt hier im Kommentar Feld Eure Wünsche äußern, oder per Mail: sabrinaherber.vivere@googlemail.com oder auf Facebook


Bio-Fach Nürnberg
Am 17. - 18. Februar werde ich auf der Bio-Fach in Nürnberg sein, um mich über die aktuellen Trends und Informationen rund um die ätherischen Öle und die Naturkosmetik zu informieren. Ich werde dann darüber berichten.



Neue ViVere-Duftmischungen im Shop

Seelenbalsam
eine Mischung aus fruchtiger Orange, süßer Vanille und balsamischem Weihrauch. Zum Entspannenloslassen, abschalten und fallen lassen.
Diese Mischung ist auf Wunsch einer Palliativpflegekraft entstanden - sie soll Entspannung und Wohlbefinden für Schwerkranke und Chemo-Patienten unter der Therapie bringen. Nach einigen Wochen ist die Rückmeldung auf Station mehr als positiv und die Patienten wünschen sich "ihr Seelenbalsam" in der Duftlampe.

Selbstverständlich ist diese Mischung für alle Menschen, die sich im Alltag Entspannung und Ruhe wünschen und einfach abschalten möchten.


Active
Konzentrationsfördernde Mischung - auch für aktivierende Beschäftigung im Pflegeheim, fördert die Konzentration auch bei der Büroarbeit, den Hausaufgaben (bei Jugendlichen), oder im Nachtdienst

Bewährt in der Altenpflege und der Betreuung dementer Menschen

Cool Breath 
Erfrischende Mischung aus Pfefferminze, Zitrone, Cardamom u.a.
belebend, erfrischend, klärend, kühl




Viele Tipps, Neuigkeiten und Rezepturen rund um die Aromapflege fast täglich auf meinem Facebook Profil


Mittwoch, 1. Februar 2012

Das soll einer noch verstehen?

Eliane hat mir vor einiger Zeit schon davon erzählt, dass es wieder neue Bestimmungen für die Kennzeichnung ätherischer Öle gibt. Heute schreibt sie auch darüber in ihrem Blog.
Nun möchte ich in meinem Blog auch darüber berichten, um das Thema möglichst breit zu streuen.

Ätherische Ölfläschleins sahen ja schon seit einigen Jahren eher nach Chemikalien aus, als nach wunderbaren Düften, welche uns die Natur freundlicherweise zu Verfügung stellt. Bisher waren die Etiketten mit der Aufschrift R65 („Gesundheitsschädlich: Kann beim Verschlucken Lungenschäden verursachen“) gekennzeichnet, nun ist eine weitere Verschärfung der Etikettierung in Kraft getreten. Die "neue" Kennzeichnung lautet nun H304 was bedeutet: Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein.

Es wird immer schwieriger den Menschen zu erklären, dass es sich bei ätherischen Ölen nicht um gefährliche Chemikalien und Substanzen handelt, sondern um ein Naturprodukt, welches richtig angewandt ein so wertvoller Begleiter in allen Lebensbereichen und Helfer in kleinen und großen Nöten sein kann. 
Ganz klar sollte sein, dass ätherische Öle nachweisbare (mittlerweile sogar durch viele nationale und internationale Studien belegte) Wirkungen im pflegerischen und therapeutischen Bereich, haben - aber wie man auch wissen sollte, haben alle Dinge mit einer Wirkung evtl. bei unsachgemäßem Gebrauch, auch "unerwünschte" Wirkungen. 

Was mich in besonderem Maße ärgert, ist dass "Duftöle" und "Parfumöle", sowie minderwertige "Billigöle" meist nicht gesondert gekennzeichnet sind und somit um ein vielfaches harmloser für den Endverbraucher aussehen! 
Was das Einatmen von solchen Ölen aber bewirken kann, über diese Ausmaße sind sich viele Menschen nicht bewusst:


Eines der ersten Themen in meinem Basisseminar Aromapflege ist das Riechen.

Wie funktioniert "riechen"?
Kleinste Duftmolekühle lösen sich aus Pflanzen, ätherischem Öl oder Duftkerzen und werden beim einatmen eingesogen. Je tiefer wir einatmen, desto besser können wir einen Duft wahrnehmen. Im oberen Teil der Nase befindet sich die Riechschleimhaut, diese besteht aus Gehirnzellen!!! Vereinfacht könnte man sagen, ein Teil unseres Gehirns befindet sich in der Nase.

In dieser Riechschleimhaut befinden sich Millionen von Riechzellen (Nervenzellen). Diese erneuern sich alle 30-40 Tage. Jede dieser Riechzellen besitzt zudem noch 6 - 8 Flimmerhärchen, diese registrieren jedes Duftmolekül, welches eingeatmet wird. Dies funktioniert wie bei einem Schlüssel, der nur in ein bestimmtes Schloß passt (Schlüssel-Schloß-Prinzip). Die Riechzellen erkennen sogar den Duft von Vanillin in einer Konzentration von 0,00000002 Gramm pro Kubikzentimeter in der Luft. Jedes Duftmolekül löst, wenn es seinen passenden Rezeptor gefunden hat, einen Nervenimpuls aus. Dieser wird innerhalb von Bruchteilen von Sekunden an unser limbisches System (welches der älteste Teil des Gehirns ist) weitergeleitet.
Im limbischen System werden unsere Erinnerungen gespeichert, deshalb werden z.B. beim Riechen bestimmter Düfte blitzschnell Erinnerungen z.B. an Weihnachten oder die Kindheit, wachgerufen. In diesem Bereich des Gehirns werden dann Botenstoffe ausgeschüttet, wie z.B. Endorphin, Encephalin, Serotonin, Adrenalin usw., diese wiederrum beeinflussen unsere Stimmung, den Schlaf-Wach-Rhytmus, den Hormonhaushalt, das Schmerzempfinden, sexuelle Lust und Unlust usw.

So nun aber....eigentlich wollte ich darauf hinaus, dass selbst beim Riechen Duftstoffe in unseren Körper gelangen. Vielen Menschen ist es nicht bewusst, dass auch die Duftmoleküle der Duftkerzen (in der Regel sind diese synthetisch beduftet) beim Einatmen in unseren Körper gelangen. Diese wiederum müssen verstoffwechselt werden. Bei synthetischen oder pestizid belasteten Düften kann es passieren, dass der Körper diese nicht verstoffwechseln kann und einlagert z.B. im Unterhautfettgewebe oder in den Organen. Das ist bedenklich, weil man bis heute noch keine gesicherten Erkenntnisse hat, welche gesundheitlichen Probleme dadurch ausgelöst werden können.

Es ist also immer sinnvoll auf qualitativ hochwertige ätherische Öle zurückzugreifen und sich nicht von den so irreführenden und "gefährlich" aussehenden Etiketten, verunsichern zu lassen!!!

Denn auch harmlose Kochzutaten wie Salz oder Muskatnuss können tödlich sein, ohne dass es auf der Verpackung ersichtlich ist.


Ich würde Euch bitten folgende Petition zu unterzeichnen:

www.culumnatura-naturkosmetik.com

Es wäre toll, wenn sich möglichst viele Menschen daran beteiligen, denn nur gemeinsam sind wir stark und können dazu beitragen, dass uns die wundervollen ätherischen Öle weiterhin uneingeschränkt erhalten bleiben.

"Ätherische Öle sind keine Wundermittel, aber sie sind wunderbare Mittel"


Freitag, 13. Januar 2012

Ätherische Öle im Pflegeheim

Wieder einmal wird mir die Frage gestellt, wie kann Aromapflege im Altenheim implementiert werden? Wie kann ich die Hausleitung/PDL und die Mitarbeiter von der Notwendigkeit und den Vorteilen der Aromapflege überzeugen? Wie schreibe oder erstelle ich ein Konzept, um Aromapflege fachgerecht durchzuführen und dem Thema "Hand und Fuß" zu geben?
Fragen über Fragen......doch lasst mich von vorne beginnen:

In dem besagten Fall sind bis auf zwei Pflegekräfte, welche ein Basisseminar besucht haben, keine Mitarbeiter mit der Thematik vertraut. Selbst diese beiden Mitarbeiter konnten die Aromapflege nur im privaten Bereich ein- und umsetzen. Dies bedeutet, dass in der Einrichtung Aromapflege bis heute eigentlich nicht angewendet wurde.

Nun geht es den beiden Mitarbeitern darum, erst einmal die Heimleitung über ihr Vorhaben zu informieren. Dies sollte immer mit einer guten Vorbereitung passieren. Ich empfehle daher sich Gedanken darüber zu machen, in welchen Bereichen die Aromapflege eingesetzt werdern soll, z.B. in der alltäglichen Pflege, zur Raumbeduftung, in der Betreuung demenziell veränderter Menschen oder evtl. im palliativen Bereich.

Dazu sollten dann die nötigen Informationen gesammelt und notiert werden:
  • Was ist Aromatherapie/-pflege
  • Wie kann sie eingesetzt werden (Einreibungen, Bäder, Duftlampe usw.)
  • Welche Vorraussetzungen für die Umsetzung müssen gegeben sein (Schulung der Mitarbeiter, Information von Angehörigen)
  • Welche Kosten kommen auf die Einrichtung zu (Kostenplan erstellen)
  • Welche Vorteile bringt die Aromatherapie/-pflege (Geruch - eine Visitenkarte für die Einrichtung, sorgt für körperlich-seelisches Wohlbefinden, unterstützt die Schulmedizin usw.)
Diese Informationen können in einer Art "Bewerbungsmappe" zusammengestellt werden. Meine Erfahrung der letzten 10 Jahre hat mir immer wieder gezeigt, dass eine gute Vorbereitung vor einem Gespräch mit Heim- oder Pflegedienstleitung die halbe Miete ist.

Ist dieser Schritt getan und das Gespräch positiv verlaufen, muss nun ein Konzept erarbeitet werden, in welchem die genauen Inhalte der geplanten Aromapflege-/therapie für die Einrichtung ausgearbeitet wurden.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus einem Konzept, welches ich für das Hospiz-Emmaus in St. Wendel ausgearbeitet habe:

1. Leitbild der Aromapflege

1.1 Ganzheitliches Denken

„Du zählst weil Du Du bist,
und Du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben.“
Cicely Saunders

Aromatherapie ist eine altbewährte Methode ganzheitlichen Heilens, die in den letzten Jahren zunehmend beliebter wurde. Über unseren Geruchsinn wirken Aromaöle auf Körper, Seele und Geist gleichzeitig. Obwohl die Verwendung von Pflanzen zu Heilzwecken so alt ist wie die Menschheit selbst, hat sich die Aromatherapie erst in den letzten 40 Jahren zu einer echten Wissenschaft entwickelt. In den letzten Jahren fand die Aromatherapie dann schließlich auch Eingang in unsere Schulmedizin. Aromatherapie ist eine sanfte und natürliche Therapieform, die unsere anderen Therapieformen unterstützen kann.

1.2 Aromapflege im Hospiz Emmaus

Die Arbeit der Aromapflege sollte anlehnen an das Modell der Salutogenese, denn die Aromapflege erreicht die Sinneskräfte, hilft bei der Sinnfindung des Menschen und wirkt deshalb auch salutogenetisch.
Der Begriff „Salutogenese“ besteht aus zwei griechischen Worten und bedeutet „das Entstehen von Gesundheit, von Heil-sein“. Die Fragestellung der Salutogenese: „Wodurch bleibt ein Mensch gesund?“, bringt andere Antworten hervor, als die Frage der Pathogenese:“Was macht den Menschen krank?

Definiert wurde dieser Begriff von Aaron Antonovsky der ein Kohärenzkonzept
zusammenfasste:
  • Verstehbarkeit der Situation
  • Handhabbarkeit der Situation
  • Bedeutsamkeit der Situation
...........

3 Bedeutung für die Mitarbeiter

Die praktische Umsetzung bedarf jedoch einer sorgfältigen Planung und einer gezielten Absprache, zwischen den verschiedenen Berufsgruppen, um auftretende Konflikte so gering wie möglich zu halten.

Die Anwendung der Raumbeduftung bis hin zum Einsatz in der Prophylaxe so wie Ganz- u. Teilkörperwaschungen, Massagen, Wickel und Auflagen dürfen nur mit entsprechender Sachkenntnis erfolgen.
Deshalb entwickeln wir unser Wissen in der Aromapflege weiter und kooperieren mit Experten in diesem Bereich und in der Gesundheitspflege.
  • Wir schaffen Rahmenbedingen, in denen sich der uns anvertraute Mensch wohlfühlt.
  • Wir halten getroffene Vereinbarungen ein, nehmen Beschwerden ernst und gehen ihnen nach.
  • Wir beziehen die Angehörigen in die Aromapflege mit ein.
  • Wir erkennen die Grenzen der Aromapflege und halten diese ein.

3.1 Qualifikation der Mitarbeiter

Jeder examinierte Mitarbeiter (in) hat am Basis- und am Aufbauseminar teilgenommen.
Jeder nicht-examinierte Mitarbeiter (in) hat am Basisseminar teilgenommen.

Seminarinhalte siehe Anhang 1


Weitere Inhalte dieses Konzeptes sind z.B.:
  • Bedeutung der Aromapflege für den Patienten
  • Inhalt und Ziele des Aromapflegekonzeptes
  • Wo wird die Aromapflege eingesetzt
  • Geplante Pflegeleistungen
  • Aromapflege-Prozessmodell
  • Aromapflegeplanung
Da diese oben beschriebenen Fragen für meine Kursteilnehmer häufig auftauchen, habe ich vor einigen Jahren das Seminar "Konzeptarbeit Aromapflege" geschrieben. Als erste Seminarleiterin habe ich dieses Seminar angeboten und es zu einem festen Bestandteil in der Arompflege Ausbildung gemacht.

Der nächste Termin für dieses Seminar ist am 23. Februar 2012

Seminar Konzeptarbeit
Inhalte:                      
  • „Alternative/komplementäre Pflegemethoden“ und geltendes Recht
  • Einführung der Aromapflege in der Einrichtung (z.B. Voraussetzungen, Vorbereitung, Schulungen, Grundausstattung usw.)
  • Rezepturen richtig erarbeiten
  • Präsentation der Aromapflege in der Öffentlichkeit (Werbung, Angehörigen-, Patienten- und Bewohner Information, Öffentlichkeitsarbeit)
Praktische Übungen:
  • Erarbeiten von Pflegerezepturen für Bewohner/Patienten
  • Sanddornöl „Rotes Wunder“

Mittwoch, 11. Januar 2012

Frischer Atem - Mundpflege

Vor kurzem wurde ich in einem Aromapflege Palliativseminar angesprochen welche Möglichkeiten es gibt um Palliativpatienten mit unangenehmen Mundgeruch einen angenehmen Atem zu verleihen. In dieser Rund kam dann auch der Gedanke auf, dass solch eine Mischung auch dazu dienen könnte die Mundschleimhaut zu befeuchten und der Vermehrung von Keimen vorzubeugen.

Einige Vorschläge und Mischungen konnte ich den Seminar-Teilnehmerinnen auch mit auf den Weg geben.

Später ist mir dann diese kleine Munderfrischung aus den 80er Jahren eingefallen.
Erinnert Ihr Euch noch an diese kleinen Pump-Spraydosen, die in jede Jacken Tasche passen und kurz vor dem anstehenden Date, durch einen kleinen diskreten Sprühstoß für frischen Atem sorgten???


Warum nicht ein Spray herstellen, welcher für frischen Atem sorgt, eine gesunde Mundflora unterstützt, Mundtrockenheit und Entzündungen (auch Halsschmerzen) vorbeugt oder diese gar lindert.

Mundgeruch entsteht durch unterschiedliche Zersetzungsprozesse an denen Bakterien beteiligt sind. Davon tummeln sich in unserem Mund ca. 300 Arten. Vor allem Schwefelverbindunge und Fettsäuren geben dem Atmen einen unangenehmen Geruch.

Lokale Ursachen für den Mundgeruch können z.B. Genuss von Kaffee, Alkohol, Zwiebeln oder Knoblauch sein. Auch ein schlechter Zahnstatus, Entzündungen der Mundschleimhaut, Mundtrockenheit, Infektionen des Rachenraumes oder maligne Tumore zählen zu den Ursachen.

Es gibt hier einige aromapflegerische Möglichkeiten unterstützend tätig zu werden. Auch eine kleine Sprühflasche für die Handtasche, einfach um ab und zu einmal den Atem zu erfrischen ist mit ätherischen Ölen sehr gut selbst herzustellen.

Folgende Öle eignen sich gut für die Herstellung von Mundpflegeölen, Atem-Erfrischungssprays oder einer Gurgellösung:


  • Zitronenöl (Citrus limon) - antibakteriell, fördert den Speichelfluss
  • Pfefferminze (Mentha piperita) - erfrischend, antibakteriell
  • Salbei kleinblättrig (Salvia officinalis) - antiviral, antibakteriell
  • Thymian linalool (Thymus vulgaris ct. linalool) - antibakteriell, antiviral, immunstimulierend
  • Teebaumöl (Melaleuca alternifolia) - antibakteriell, antiseptisch, entzündungshemmend
  • Bergamotte (Citrus bergamia) - antiseptisch, antibakteriell, antiviral
  • Kamille blau (Chamomilla recutita) - entzündungshemmend, antibakteriell
  • Kardamom (Elletaria cardamomum) - antiseptisch, antiviral, antibakteriell, Kardamom Samen werden in Indien bei schlechtem Atem gekaut
  • Myrrhe (Commiphora molmol) - antiinfektiös, antiseptisch
  • Myrte Anden (Myrtus communis) - erfrischend, schleimlösend
  • Spearmint (Mentha spicata) - erfrischend, mukolytisch
  • Manuka (Leptospermum scoparium) - antibakteriell, auch bei multiresistenten Keimen
Mundwasser für die tägliche Mund- und Zahhygiene

100 ml Pfefferminzhydrolat
1 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)
2 Tropfen Thymian linalol (Thymus vulgaris ct. linalool)
4 Tropfen Zitrone (Citrus limonum)
2 Tropfen Bergamottminze (Mentha citrata)

von dieser Mischung gebe ich einen Teelöffel in ein halbes Glas Wasser zum Gurgeln.



Mundspray Clear breath 

18 ml Pfefferminzhydrolat
2 ml Alkohol ca. 45 %ig
1 - 2 Tropfen Stevia flüssig*
3 Tropfen Pfefferminze
1 Tropfen Salbei ketonarm
2 Tropfen Teebaum
1 Tropfen Cardamom
3 Tropfen Zitrone

*Stevia rebaudiane, kurz Stevia genannt, ist eine in Südamerika beheimatete Pflanze. Sie wächst als Staude im Gebiet der Amambai-Bergkette im paraguayanisch-brasilianischen Grenzgebiet. Die stark süßende Wirkung ist den Ureinwohnern seit Jahrhunderten bekannt.
Demnächst auch im ViVere-Shop erhältlich.

Freitag, 6. Januar 2012

Duftkommunikation

Duftkommunikation und die weniger bekannte Seite der ÄÖ, ihre seelisch-biologischen Themen

Christine Lamontain wird im März ein wunderschönes Seminar zu diesem Thema im ViVere-Seminarhaus geben. Sie hat ihre Ausbildung bei Martin Hengelein absolviert und wird in diesen zwei Tagen uns einen Einblick in das Thema ermöglichen.
Christine hat in folgendem Text wunderschön erklärt, was die Teilnehmer (innen) bei diesem Seminar erfahren, erleben und erlernen werden.

Mit Düften „Kommunikation führen“ oder zu kommunizieren, wie soll das gehen? Diese Frage taucht berechtigterweise auf  und lässt eine vorsichtig Haltung einnehmen – ist das etwas Esoterisches?
Nein, das ist es nicht!

Unsere Fähigkeit zu riechen und dies in doppelter Bedeutung – ich verströme selbst einen Geruch und ich nehme Gerüche wahr – ist ein lebendiges und grundlegendes kommunikatives Lebenselement. Unsere Luft zum Atmen und unsere Atemluft sind voll mit Duftmolekühlen und daran gebundenen Informationen, die unseren archaischen Impuls zum Überleben und zur menschlichen Weiterentwicklung Rechnung tragen. Warnung/Angst und Flucht/Starre oder Wohlbefinden und Entspannung, sind die Pole, die unser alltägliches Leben tangieren und im Wesentlichen bestimmen. Die Duftsignale unserer Umwelt vermitteln uns ein Bild und hinterlassen in unserem Geruchsgedächtnis einen (unbewussten) bleibenden Eindruck und lösen, ob wir wollen oder nicht, Gefühle aus. So können z.B. schlechte Gerüche auf Dauer zu physischen und psychischen Belastungen und Befindlichkeitsstörungen führen  (im Umweltmanagement eine bekannte „Größe“).

Die Irritation, die entsteht, wenn wir jemanden fragen, wie geht es dir und dann die Antwort erhalten: Danke, mir geht es gut… aber bei der Umarmung spüren, irgendetwas stimmt da nicht, hat sicherlich jeder schon einmal erlebt. Was ist geschehen? Der gefühlsmäßige Zustand einer Person hat Einfluss auf ihre „innere Biochemie“. Angst und Stress kann man riechen - Glück und Verliebtsein auch. Und genau diese „Duftinformationen“ nehmen wir unbewusst war.
Was hat das Ganze nun aber mit dem Duft der ÄÖ zu tun und welchen Vorteil soll es haben, wenn im Pflegealltag nicht nur die hilfreiche biochemische Seite der ÄÖ im Vordergrund steht sondern auch dem Duft eine Beachtung geschenkt wird?
Folgende Situation: frau hat ihr ganzes fundiertes Wissen über ÄÖ verantwortungsvoll aufgewandt, um in einer Situation einem Menschen hilfreiche Unterstützung anzubieten. Anstatt eine „angenehmere und glücklichere Situation für diesen Menschen hervorzurufen, kommt ein schlichtes und ablehnendes NEIN! Das mag ich nicht, das riecht nicht gut …!
Frustration auf beiden Seiten gratis.


Wie kann es sein, dass das, vom aromapflegerischen Standpunkt, optimale ÄÖ abgelehnt wird? Es ist möglicherweise sein Duft, der dies bewirkt, verbunden mit einer unbewußten „Duftinformationsspeicherung“ beim Empfänger.

Die ÄÖ haben als Ausgangspunkt eine lebendige Pflanze. Eine Pflanze, die sich in einer Umgebung entwickelt, durchgesetzt, gewehrt, mit anderen Pflanzen kommuniziert und über „Lockmechanismen“ dafür gesorgt hat, dass ihre Art erhalten bleibt. Diese Pflanze hat aus dem Boden, Wasser und Mineralien aufgenommen, aus der Luft, das „Atembare“, das Licht, die Sonne, den Regen, die Jahreszeiten. Sie hat sich in ihrer Evolution „Strategien“ angeeignet, wie sie unter bestimmten Bedingungen am besten zu recht kommt, hat sich angepasst indem sie u.a. ihre biochemischen Komponenten „aktuallisierte“. Vom „Geburtsmoment“ der Pflanze, wenn ihr Sproß die Erde durchbrochen hat bis hin zum Verwelken „führt sie ein Leben“,  das unserem im Grundsatz nicht allzu fern ist

Die Pflanzenfamilien, die Pflanzenarten haben sich in gewisser weise thematisch spezialisiert. So braucht ein Lavendel in satter Umgebung mit vielen Pflanzen und Getier u.a. vielmehr „Kampf(er)stoffe zum Durchsetzen. Ein Lavendel im Gebirge, der auf kargen Boden gedeiht, wo er Platz hat und  seinen Lebensraum nicht verteidigen muss, entwickelt einen süßeren, weicheren Duft, ist „kommunikativer“.  Im Duft des ÄÖ spiegelt sich diese biochemische „Anpassung“ wieder.

Lavendelfoto Sabrina Herber-Schmieden

Der Duft als Informationsträger der Pflanze berührt beim Menschen seelische Aspekte. So z.B. kann der Duft von Fichtennadel einem alten Menschen helfen, sich leichter an neue belastende Situationen anzupassen, ohne daran zu zerbrechen. Im Sinnbild tragen die Äste der Fichte die Schneelast, geben nach und lösen so das Abrutschen der Last aus, die Äste haben wieder Raum. Von der biochemischen Seite, vertieft das ÄÖ der Fichtennadeln die Atmung, löst die „Anspannung“, reinigt die Atmosphäre und macht wieder weit und frei. 

Meiner Art der Duftkommunikation, liegen die integrale Osmologie und der Duftkreis nach Martin Henglein zu Grunde. Das wesentliche Grundprinzip dabei ist, mit Hilfe des Duftes, den Menschen  zu stärken und zu stabilisieren. Verbesserung der Lebensqualität und Wiederentdeckung von Sinn und Sinnlichkeit in seiner unmittelbaren Lebenswelt erfahrbar zu machen. In dieser Duftarbeit bringt die eigene Selbstwahrnehmung und Selbsterkenntnis so manches Erstaunen über die (noch) vorhandenen Ressourcen. Das Gefühl der Handlungsfähigkeit und der Selbstbestimmtheit tritt wieder in den Focus.
Mit einem Riechtest wird die momentane Ausgangssituation sichtbar. Die Ablehnung eines Duftes deutet darauf hin, dass es auf dem Lebens-Spielfeld noch eine thematische „Aussenseiter-Position“ gibt, die gerne integriert werden möchte. Der Duft, der Begeisterung hervorruft, ist der, welcher genug „Energie“ hat, um die Batterien wieder aufzuladen und ein wohltuendes seelisches und körperliches Setting herbeizuführen. 

Auf eine sehr spannende Art und Weise, ist diese olfaktorische Reise in die seelisch-biologischen und auch „sozialen“ Themen der ÄÖ geeignet, Duftimpulse für den Alltag, für Lebenssituationen und für eine sinn(voll)anregende Pflege nachhaltig lebendig werden zu lassen.

Der Duft des ÄÖ fragt … die Seele antwortet … 

Gerne möchte ich mit Ihnen meine jahrelange Erfahrung in dieser Duftarbeit teilen und Sie in die „Geheimnisse“ der Duftkommunikation einführen. Grundsätzliches zu vermitteln, so dass Sie praktisch, in Ihrer Arbeit mit ÄÖ, Ihre Möglichkeiten erweitern können. Die eigene Erfahrung und das Erkennen von Zusammenhängen bilden dabei die Basis.

Mehr davon könnt ihr auf dem Blog von Christine nachlesen.

Seminartermin: 23./24. März 2012
Seminarort: ViVere-Seminarhaus, 55767 Schwollen
Anmeldung unter: www.sabrinaherber.vivere@googlemail.com


Freitag, 30. Dezember 2011

Es klopft schon an der Tür....

Hört ihr es auch.....????
So allmählich wird das Klopfen lauter, das neue Jahr steht schon ungeduldig vor der Tür und wartet auf Einlass.

Ich erinnere mich an früher, Silvester wurde schon Wochen vorher geplant. Jedes Jahr die ultimative Party, sozusagen die Party der Parties..... als ob es nie wieder eine geben würde ;-)

Dann ein paar Jahre später als kleine Familie, wurde der Silvesterabend ruhiger.
Raclette mit den Kindern, Gesellschaftsspiele, Kinderbowle um Mitternacht ein paar Knallerbsen und dann, ja dann gings ab ins Bett, denn die Kinder waren am anderen Morgen wieder früh auf den Beinen.

Jetzt, noch ein paar Jahre später, die Kinder sind groß - planen ihre "ultimative Silvesterparty" mit Freunden und ich werde wohl das ruhigste Silvester seit über 20 Jahren verbringen...... zu zweit, besinnlich zurückschauen auf die letzten Jahre, auf dieses vergangene Jahr.
Es hat mir viel Neues und Gutes gebracht, viele Erkenntnisse, viele Erlebnisse, viele neue Begegnungen und neue Zuversicht.

Ich wünsch Euch allen ein tolles Silvester, ob auf der besten Party der Welt, ob mit Euren Kindern, der Familie oder Freunden mit Raclette und Kinderbowle oder zu zweit, ganz ruhig und besinnlich.

Möge Euch das neue Jahr all das bringen, was ihr Euch wünscht und erhofft.

Ein frohes und glückliches Jahr 2012.......


Mit zuversicht in die Zukunft blicken
1 Tropfen Zypresse (zentriert auf das Wesentliche)
2 Tropfen Lavendel fein (das Öl der Mitte)
3 Tropfen Mandarine rot (zaubert ein Kinderlachen ins Gesicht)
1 Tropfen Zeder (Kraft und Mut für neue Dinge)

Freitag, 23. Dezember 2011

Frohe Weihnachten....

Ich wünsche Euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest. Viel Glück und Gesundheit für das neue Jahr.

Weihnachtszeit - ist auch die Zeit innezuhalten, durchzuatmen und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, das mit Höhen und Tiefen, mit vielen Ereignissen und auch mancher Überraschung dann doch wie im Fluge verging.

Für mich auch eine Zeit um nach vorne zu schauen, neue Ziele zu formulieren - und diese mit viel Zuversicht zu realisieren. Im nächsten Jahr feiere ich meine 10 jähriges Firmenjubiläum, ja ich kann es manchmal selbst kaum glauben und es kommt mir wie gestern vor, als ich mich ganz spontan an einem Wintermorgen entschlossen habe, zur Stadtverwaltung zu fahren, um mir einen Gewerbeschein zu besorgen. Als ich diesen in der Tasche hatte, war ich ziemlich aufgeregt und habe nicht geahnt, dass so etwas Großes und Tolles daraus wird: ViVere-Aromapflege.
Ein klein wenig stolz bin ich schon!
Danke an Euch alle, die ihr hier meinen Blog lest, meine Fortbildungen besucht, die Aromapflege schätzt und weiterverbreitet. Meine "Beziehung" zu den ätherischen Ölen ist in diesen Jahren meine Passion geworden.


Diese kleine Weihnachtsgeschichte hat mich sehr nachdenklich gestimmt und ich möchte Euch daran teilhaben lassen:


Es war Winter. Überall schneite es.

Im Wald saß eine Wildtaube auf einem Baumzweig. Still betrachtete sie die Schneeflocken.

Da kam eine kleine Meise angeflogen.

"Guten Tag!", sagte die Meise.

"Hallo!", erwiederte die Taube. "Was gibt es Neues im Wald?"

"Die ganze Welt schneit ein!", sagte die Meise. "Was meinst du, Taube, was wiegt eine Schneeflocke?"

Die Taube guckte in die Luft und verfolgte eine Schneeflocke nach der anderen, wie sie langsam und leise zu Boden fielen.

"Eine Schneeflocke ist so leicht, dass sie gar nichts wiegt", antwortete sie.

"Nicht mehr als ein Nichts."

"Das habe ich auch gedacht", sagte die Meise. "Aber es stimmt nicht. Hör dir eine wunderbare Geschichte an, die ich neulich erlebt habe.

Ich saß auf dem Ast einer Fichte, als es zu schneien begann. Es schneite so wie jetzt. Lautlos und ohne Schwere.

Weil mir etwas langweilig war, zählte ich die Schneeflocken, die auf die Zweige und auf die Nadeln des Astes fielen. Du musst wissen, ich bin sehr flink! Nicht nur im Zwitschern und Fliegen, sondern auch im Zählen. Genau drei Millionen siebenhunderteinundvierzigtausendneunhundertzweiundfünfzig Schneeflocken waren es. Als da die nächste Flocke niederfiel - nicht mehr als ein Nichts -, brach der Ast ab. Denn die Schneelast war ihm zu schwer geworden."

Die Taube sagte: "Das ist ja eine tolle Geschichte!" Und da sie ein kluger Vogel war, begriff sie auch gleich, was diese Geschichte bedeutete.

"Vielleicht fehlt nur die Stimme eines einzigen Menschen zum Frieden auf der Welt", sagte die Taube. "Jeder einzelne Mensch ist wichtig, damit Frieden auf der Erde herrscht!"

Und die Taube freute sich über die Botschaft, die ihr die Meise gebracht hatte.

Nun schaute sie den leise fallenden Schneeflocken noch lieber zu.

Mein Weihnachtsbaum - geschmückt mit orginal Glaskugeln aus den 60er Jahren

Duftmischung "Heiliger Abend"
3 Tropfen Blutorange
2 Tropfen Mandarine rot
2 Tropfen Vanille
1 Tropfen Tonka
1 Tropfen Benzoe siam
1 Tropfen Weihrauch arabisch

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Wie das duftet.....

...lautet die Überschrift in einem Artikel der aktuellen Apotheken-Rundschau.
Ich freue mich, dass das Thema Ätherische Öle doch in letzter Zeit vermehrt aufgegriffen wird, wenn auch wie in diesem Artikel unter der Rubrik "Kosmetik". Aber immerhin hat man dem Thema (fast) eine Doppelseite gewidmet.
Sogar der Hinweis, das es eine "echte" Melisse gibt, nämlich mit dem lateinischen Namen Melissa officinalis ist erwähnt worden. Der Artikel erklärt auf recht einfache Art wie Düfte auf das limbische System wirken und welchen Einfluss sie auf unsere Gefühlswelt haben. In einigen Textpassagen wird auch Ingeborg Stadelmann zitiert: "Die Wirkung (Gute Laune, Frische, Viatlität und Entspannung) in Kosmetikprodukten sei am besten, wenn diese naturreine ätherische Öle enthalten."
Gleich darauf wird aber im Text erwähnt, dass es eine Ausnahme gibt, nämlich das Rosenöl, dort darf ein synthetisch hergestellter Duft sein. Es gäbe exzellente Nachbildungen, erwähnt ein Dr. Ernst Schrott.


Diese Aussage hängt wohl mit den "neuen" Kosmetikrichtlinien zusammen. Rosenöl wird von einer führenden deutschen ätherischen Ölfirma nicht mehr unverdünnt angeboten, da es den "gefährlichen" Inhaltsstoff Methyleugenol enthält, welcher angeblich die Verbraucher/Konsumenten schädigen kann. Tatsächlich darf pures Rosenöl in naturkosmetischen Produkten nicht mehr vom Gesetzgeber verwendet werden! Eliane hat schon vor langer Zeit hier einen Bericht darüber geschrieben.

Schauen wir uns das Rosenöl doch mal etwas näher an:
Rosenöl (Rosa damascena) besteht aus mehr als 400 unterschiedlichen Inhaltsstoffen.
ca. 65 % Monoterpenolen (v.a. Geraniol, Citronelol)
bis zu 4 % Ester (Citronellylacetat, Geranylacetat)
bis zu 3 % Sesquiterpenen
ca. 1,5 % Sesquiterpenolen
bis zu 1 % Rosenketone
Eugenol, Monoterpenaldehyde, Monoterpene, aromatische Säuren und noch andere Stoffgruppen in Spuren
Der ach so gefährliche Inhaltsstoff Methyleugenol ist mit 2-3 % ein wirklich kleiner Bestandteil des Rosenöls.


Die Vielzahl der Inhaltstoffe macht das Rosenöl in seiner Wirk- und Anwendungsweise so besonders und wertvoll. Rosenöl (so habe ich schon vor  mehr 10 Jahren in meiner Ausbildung gelernt) ist ein "Balanceöl". Es wirkt immer da ausgleichend, wo ein Ungleichgewicht entsteht. Es schafft eine Balance zwischen Körper und Seele. Rosenöl wird sowohl in der Geburtshilfe, wie auch in der Sterbebegleitung eingesetzt.
Auf der physischen Ebene gilt Rosenöl als stark antibakteriell, antiviral, antimykotisch, desinfizierend, entzündungshemmend, lymphflussanregend, hormonmodulierend, ausgleichend auf das Herz uvm.

Auf der psychischen Ebene wirkt Rosenöl harmonisierend, ausgleichend, stressmindernd, aphrodisierend, entspannend usw.

Rosenöl wird in der Pflege eingesetzt bei Kreislaufbeschwerden, nervös bedingten Herzbeschwerden, Windpocken, Herpes (zoster u. labialis), Candida-albicans-Mykosen, Dermatitis, Ulcus, Wunden, Furunkel, Hypotonie und noch vielen anderen Bereichen.

Wenn man sich dies nun mal betrachtet, kann man kaum glauben, dass Rosenöl als gefährlich eingestuft wird. In Tierversuchen hat man herrausgefunden, dass Methyleugenol stark krebserregend sein soll. Für diese Experimente werden aber üblicherweise synthetische Duftstoffe oder sogenannte Isolate verwendet, d.h. man hat an diesen Tieren mit einem einzelnen Inhaltsstoff des Rosenöls diese Tests gemacht. Da aber Rosenöl wie oben zu sehen zu 97 % aus anderen Inhaltsstoffen besteht, halte ich und viele andere Fachleute, die Eintstufung des Rosenöls für mehr als fragwürdig.

Wer aber nicht auf ein hunderprozentiges Rosenöl verzichten möchte, muss nun auf ätherische Ölfirmen zurückgreifen, welche ihre Produkte noch als Raumbeduftungs-Öle deklariert haben.

Hier ein paar Rosenrezepte:

Babypflegeöl

100 ml Mandel- oder Aprikosenkernöl
2 Tropfen Rose türkisch 100 %


Pflegeöl für Schwerkranke

100 ml Mandel- oder Aprikosenkernöl
6 Tropfen Rose türkisch 100 % (Rosa damascena)
3 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)


Körperöl "Rosentraum"

50 ml Aprikosenkernöl
4 Tropfen Rose türkisch (oder nach Geschmack auch bulgarisch) 100 % (Rosa damascena)
2 Tropfen Ho-Blätter (Cinnamomum camphora)
3 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
4 Tropfen Vanilleextrakt (Vanilla planifolia)


Kokoscreme "Rosenfrisch"

50 g Kokosfett virgin
5 Tropfen Rose 100% (Rosa damascena)
4 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)
3 Tropfen Palmarosa (Cambopogon martinii var. motia)
2 Tropfen Ho-Blätter (Cinnamomum camphora)

Duftmischung "Mairose küsste Orange", eine wirklich sinnliche, aber dennoch fruchtig, frische Mischung aus Blutorange, Mairose, Vanille und anderen ätherischen Ölen. Diese Mischung findet ihr in meinem Online-Shop.

Jetzt zur Weihnachtszeit liebe ich eine Duftlampenmischung aus 2 Tropfen Weihrauch (Boswellia sacra), 2 Tropfen Rose 10 % (Rosa damascena) und 3 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata).

Freitag, 9. Dezember 2011

ViVere-Shop

Endlich ist es soweit, mein ViVere Shop ist online.

Seit Anfang Dezember bin ich nun im zehnten Geschäftsjahr von ViVere Aromapflege. Seitdem hat sich viel getan. Im Laufe des nächsten Jahres wird es einige neue Seminare, sowie besondere Aktionen geben.
Dazu aber bald mehr.

Den Anfang macht mein neuer Online Shop unter www.vivere-shop.de

Über Feedback freue ich mich sehr.

Freitag, 2. Dezember 2011

Mit Glühwein und anderen Köstlichkeiten dem Advents-Stress entgehen...

Gestern nun der erste Glühwein und er schmeckte so richtig lecker:
0,5 ml Kirschsaft
1 l roten Spätburgunder
1 Stange Zimt
3 Scheiben Bio-Orangen
100 g aromatisierter Honig

Rezeptur für einen Weihnachtshonig

500 g Akazienhonig
4 Tropfen Zimtrinde
5 Tropfen Vanilleextrakt
3 Tropfen Mandarine rot
3 Tropfen Blutorange
4 Tropfen Tonkaextrakt

diesen Honig kann man vielseitig einsetzen:
  • Lebkuchen
  • Apfelkuchen
  • Punsch (mit oder ohne Alkohol)
  • Brotaufstrich
  • Weihnachtsschoki (heiße Trink-Schokolade)


Rezept Bratapfel-Kuchen

4 Eier
100 g Zucker                                      schaumig rühren

2 Äpfel                                               reiben
2 Eßl Apfelsaft                                   und im Apfelsaft dünsten

100 Weihnachtshonig                        zu den Äpfeln dazugeben
                                
200 ml Sonnenblumenöl
200 ml Milch                                   
300 g  Mehl
1 Pck.  Backpulver                             alles unterrühren und in eine Spring-
                                                           form füllen

Bei 180 ° C  ca. 1 Std. backen, nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen.


Weihnachtsschoki
1 Liter Milch erwärmen und 120 g Vollmilchschokolade, in Stück gebrochen dazu geben und bei  niedriger Temperatur schmelzen, 5 Eßl. Weihnachtshonig zum Schluß in die heiße Milch einrühren, danach mit einem Milchaufschäumer den Kakao schäumen  

alkoholische Variante: mit 20 ml Weinbrand oder Schokoladen-Creme-Likör pro Tasse verfeinern

Bratapfel
pro Person 1 großen säuerlichen Bio-Apfel
125 g gemahlene Nüsse oder Mandeln
evtl. Rosinen 
Marzipan
Sahne

Das Gehäuse des Apfels ausstechen. Nüsse, Marmelade, Rosinen und Marzipan mischen und die Sahne mit 
1 Tropfen Vanilleextrakt, 1 Tropfen Tonka, 2 Tr. Mandarine rot mischen  und dazugeben. Den Apfel mit der Masse füllen und bei 175 ° C im Backofen braten.

Für die Vanillesoße wird ein Päckchen Bio-Vanillepuddingpulver mit der Hälfte der angegebenen Milch und wenig Zucker zubereitet. Dazu wird zum Schluß 4 Eßl. Honig mit einem Tropfen Zimtrindenöl, 2 Tropfen Zedratöl, 2 Tropfen Vanille untergezogen.




 











Mit ätherischen Ölen dem Stress begegnen

Letzte Woche im ViVere-Workshop war eines der Themen Stress und wie können wir "IHM" mit Hilfe ätherischer Öle zu Leibe rücken und uns zu Wohlbefinden und Behaglichkeit z.B. durch Duftlampen, Körperöle und entspannende Bäder verhelfen können.

Ätherische Öle zum Ausgleichen und Entspannen im Weihnachts-Stress

Mandarine rot (Citrus reticulata) = > enthält Methylanthranilat (aromatischer Ester) und wirkt daher stark entkrampfend und entspannend, ein absolutes LOSLASS-Öl, dazu auch noch ein recht günstiges ätherisches Öl

Basilikum (Ocimum basilicum) = > Basileus ist griechisch und bedeutet "König". Ein tolles entspannendes "königlisches" Kraut, welches stark entspannend bei Stress und Kopfschmerzen wirkt.


Benzoe Siam (Styrax tonkinesis) = > hierbei handelt sich um das Harz des Benzoebaumes, sein vanilliger, süßlich weicher Geruch vermittelt Geborgenheit und legt sich wie ein schützender Mantel um uns. Der hohe Anteil (ca. 60 %) Benzylbenzoat (aromatischer Ester) fördert die Ausschüttung von Serotonin und Endorphinen.

Bergamotte (Citrus bergamia) = > auch Lavendel unter den Zitrusölen genannt; sie enthält für ein Zitrusschalenöl ungewöhnlich viele Ester (bis zu 60 %) und zählt daher zu den ausgleichenden, entspannenden und stimmungsaufhellenden ätherischen Ölen. Gerade in der dunklen Jahreszeit für mich eines der wichtigsten Aromen.

Orange/Blutorange (Citrus sinensis) = > ausgleichend, sanft belebend ohne Wach zu machen

Petit Grain (Citrus aurantium) = > mein Lieblings-Petit Grain ist das von der Mandarine, auch hier haben wir wieder den schwer auszusprechenden aromatischen Ester Methylanthranilat. Kleinste Spuren davon reichen aus um unsere Seele baumeln zu lassen.

Vanilleextrakt (Vanilla plantifolia) = > der Duft der an Kindheit, Wohlfühlen und Geborgenheit erinnert. Baby´s riechen nach Vanille, sogar Baby-Puppen werden mit vanilleartigen Duftstoffen beduftet. Den Inhaltsstoff Vanillin kann die menschliche Nase selbst noch in einer Verdünnung von 0,0000000002 mg pro Liter Luft wahrnehmen.

Kamille römisch (Anthemis nobilis) = > die Kamille für die wunde Seele; ausgleichend, entspannend, Aggressionspotenzial senkend (in der vorweihnachtlichen Hektik oder beim Getümmel in den Geschäften vielleicht ganz hilfreich ;-)

Lorbeer (Laurus nobilis) = > der Duft schafft selbst in Momenten größter Belastung Klarheit. Er verhilft uns einen Blick auf das Wesentliche zu werfen und zielgerichtet und mit neuer Kraft zu handeln.

Weihrauch (Boswellia sacra) = > beruhigt die Nerven, entspannt und begleitet innere Sammlung; es holt uns aus dem hektischen Alltag und öffnet unsere Seele fürs Wesentliche.